Trotz großer Hitze haben Tausende Menschen beim Christopher Street Day (CSD) in München gefeiert. Mehr als 200 Gruppen zogen ab der Mittagszeit in der farbenfrohen Parade durch die bayerische Hauptstadt. Im Anschluss war ein Straßenfest auf der Ludwigstraße geplant, zu dem die Veranstalter mehr als 300.000 Menschen erwarteten.
Größere Zwischenfälle wegen der Hitze habe es bislang nicht gegeben, sagte Conrad Breyer vom CSD München. Die Veranstalter hatten wegen der außergewöhnlich hohen Temperaturen unter anderem Trinkwasserspender und Wassersprühstationen aufgestellt. Die Polizei empfahl allen Zuschauerinnen und Zuschauern, nach schattigen Plätzen zu suchen, um die Parade zu verfolgen.
Der CSD in München fand in diesem Jahr unter dem Motto „Unsere Vielfalt. Unsere Stärke“ statt. Dabei treten Schwule, Lesben, Transmenschen und andere Mitglieder der LGBTIQ+-Gemeinschaft für ihre Rechte ein. Die Parade ist eingebettet in ein dreitägiges Straßenfest mit Konzerten, Karaoke, politischen Gesprächsrunden und Partys. Schirmherr ist der Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne), der selbst schwul ist.
Die Veranstaltung soll auch ein Gegengewicht bilden gegen die zunehmende Zahl queerfeindlicher Vorfälle. Diese hatten sich in Bayern nach Angaben der Beratungsstelle „Strong!“ im vergangenen Jahr von 289 auf 413 deutlich erhöht.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schrieb auf der Plattform X mit Blick auf den CSD: „Bayern ist weltoffen und tolerant. Im Freistaat kann jeder leben und lieben, wie er möchte - das ist die Liberalitas Bavariae.“
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