Für das Taubertal-Festival 2025 laufen die Aufbauarbeiten planmäßig. Der Regen der vergangenen Tage machte dem 50-köpfigen Helferteam zwar zu schaffen. Bisher hat das der Stimmung aber nicht geschadet. Eine Woche vor dem Eintreffen der 15.000 Gäste ist die Erstellung der Infrastruktur für das Open-Air in vollem Gange.
Vor einer guten Woche hatten die zahlreichen Helfer losgelegt. Viele davon sind bereits seit Jahren dabei und wissen dementsprechend genau, was zu tun ist.
Das Container-Dorf im nördlichen Bereich der Eiswiese steht bereits. Dort werden im Wesentlichen die Produktionsbüros untergebracht. Auch einige Zelte wurden schon aufgebaut. Platziert sind überdies die ersten Sanitär-Container.
Sehr aufwändig gestaltet sich erfahrungsgemäß der Aufbau der Wasserversorgung. Mehrere Kilometer Leitungsstrecke kämen da insgesamt zwischen den Anzapfpunkten – das sind die diversen Hydranten in der Nähe – und den Verbrauchsstellen zusammen, erklärt Festival-Sprecher Florian Zoll.
In den nächsten Tagen werden sukzessive die weiteren notwendigen Bestandteile der Infrastruktur geliefert, aufgestellt und angeschlossen. Das gilt natürlich auch für die Bühnen, wobei von der kleineren am Südende des Geländes bereits die Stahlkonstruktion steht. Mit dem Eintreffen der Elemente für die Hauptbühne wird am Wochenende gerechnet.
Der festivalbezogene Flächenbedarf unten im Taubertal bewegt sich bei etwa zehn Hektar. Das ist aber nur der kleinere Teil. Ein Vielfaches an Platz nimmt das Camping-Areal östlich von Reutsachsen in Anspruch. „Da liegen wir bei 40 Hektar. Das ist in etwa die Größe der Altstadt”, sagt Zoll.
Auf dem Zeltgelände wird aber nicht nur übernachtet. Dort spielt im wahrsten Sinne des Wortes auch die Musik. So bekommt das Festival-Dorf wieder eine eigene Bühne mit Live-Programm und diverse Zusatzattraktionen wie ein Beachvolleyball-Feld. Auch die Händlermeile fällt größer aus als bisher.
Mit der Aufwertung des Camping-Dorfs soll der Abschied von einer anderen Festival-Institution kompensiert werden. Die Rede ist vom Steinbruch, der kein Bühnenstandort mehr sein wird. Das Problem dort sei die begrenzte Platzkapazität, erklärt Zoll.
Mehr als 3500 Leute passten nicht hinein. Und diese Zahl sei bei den Partys im Steinbruch am Festival-Donnerstag immer ziemlich schnell erreicht gewesen. „Alle anderen mussten wir wieder zurückschicken. Das sorgte für Frust.” Deshalb sei die Entscheidung gefallen, den Steinbruch heuer ganz wegzulassen und stattdessen an anderen Stellen mehr zu bieten.
Was den Ticket-Verkauf angeht, sind die Verantwortlichen zufrieden. Aktuell seien noch rund 1000 Tickets verfügbar, auch für einzelne Tage, erklärt Zoll. Was das Wetter angeht, ist er trotz der zunächst noch sehr wechselhaften Prognosen grundsätzlich optimistisch. Ein bisschen Regen werde der Boden schon noch vertragen, so der Festival-Sprecher. Und rechtzeitig zum Eintreffen der Fans sei ohnehin eine deutliche Besserung vorhergesagt.