Die Theaterspielerinnen und -spieler des FC Neunstetten haben mit dem Stück „Das Klassentreffen“ ins Schwarze getroffen. Das Ensemble und das Bühnenbild waren stimmig, das gut aufgelegte Publikum gab im voll besetzten Saal des Sportheims immer wieder begeisterten Szenenapplaus.
Ein visueller Vorspann, der ein bisschen das dörfliche Leben aufzeigte, vermittelte einen Vorgeschmack auf das, was die Besucherinnen und Besucher erwarten sollte. Humorvolle Anspielungen auf lokale Begebenheiten lockerten das Theaterstück auf.
Bereits Ende November vergangenen Jahres hatten die Proben begonnen, um den Inhalt des Stückes bestens wiedergeben zu können. Rund 100 Personen sind dabei in verschiedenen Positionen beteiligt, erklärte eingangs Johannes Binder, der allen Mitwirkenden, Helfenden und Sponsoren für die Unterstützung dankte.
In einer gemütlich eingerichteten Küche nimmt der spritzige Dreiakter seinen Lauf. Hauptprotagonist Franz-Josef, von Max Distler dargestellt, dessen resolute Ehefrau Amanda (Tanja Weiß) sowie deren Freundin Franziska (Christine Foltyn) entdecken in der Tageszeitung, dass im Nachbarort ein Klassentreffen geplant ist. „Das muss auch bei uns sein“, schwärmen die Freundinnen.
Gar nicht erfreut darüber ist jedoch Franz-Josef. Denn er glaubt nach über 23 Jahren immer noch, der Vater des unehelichen Kindes von Elisabeth (Olga Wasmut) zu sein. Zusammen mit seinem Freund und Nachbarn August (Norbert Leixner) will er deshalb dieses Klassentreffen verhindern. Dabei laufen die Männer zu Höchstform auf.
Mit List und viel Alkohol gelingt es ihnen, den Postboten (Klaus Rupprecht) gefügig zu machen, um die bereits im Briefkasten befindlichen Einladungen zu vernichten. Behilflich ist ihnen dabei Franz-Josefs Sohn Markus (Matthias Lechner) und Opa Holzmeier (Philipp Weiglmeier), der mit seiner Mimik und seiner spitzbübischen Art zu begeistern weiß.
Zwischendurch taucht immer wieder die Dorftratsche Paula (Rika Weis) auf und sorgt mit ihren Neuigkeiten für Irritationen und für noch mehr Durcheinander. Temperamentvoll stellen auch Martin Jauernig und Diana Oppelt, die erstmals mitwirkten, ihre schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis.
Mehr soll jedoch noch nicht verraten werden, um die Spannung für die künftigen Vorstellungen hochzuhalten. Eine Besonderheit dieses Theaterstückes ist, dass es verschiedene Schlussvarianten bezüglich des Vaters der unehelichen Kathy gibt. Dabei werden auch die Besucherinnen und Besucher einbezogen.
In der Pause zwischen dem zweiten und dritten Akt erfolgt die Stimmabgabe. Die Variante mit der höchsten Stimmenzahl wird dann gespielt.
Regie führt Margit Binder erstmals zusammen mit Steffen Hildner. Unterstützt werden sie von Selina und Johannes Binder. Weitere Vorführungen finden am Samstag, 31. Januar, um 13.30 Uhr und 19 Uhr, am Sonntag, 1. Februar, um 17 Uhr, am Freitag, 6. Februar, um 19.30 Uhr sowie am Samstag, 7. Februar, um 13.30 Uhr und 19 Uhr jeweils im Sportheim Neunstetten statt.