„Es war wichtig, dass wir einen Sieg mit nach Hause bringen“, sagte Trainer Günther Reizammer. Das haben die Schützen des SV Peteraurach beim Wettkampfwochenende in Vöhringen auch geschafft. Damit ist man dem Verbleib in der Luftgewehr-Bundesliga einen sehr großen Schritt nähergekommen.
Petersaurach hatte es beim vorletzten Bundesliga-Wochenende vor den Entscheidungswettbewerben mit Süd-Tabellenführer Pfeil Vöhringen und Gmütlichkeit Luckenpaint zu tun. Den Vergleich mit Luckenpaint, das in der Tabelle punktlgeich mit dem SVP lag, hatte Trainer Reizammer im Vorfeld vor allem im Blick.
Am Samstag gegen den Gastgeber stand zwar am Ende eine 1:4-Niederlage. Doch Reizammer sagte: „Vöhringen war nicht unschlagbar.“ Bitter, dass Edoardo Bonazzi im Einser-Duell mit Anita Mangold im Stechen unterlag. Auch bei Vanessa Gleißner an Position zwei war es eng, sie unterlag 393:394. „Kleine Fehler reichen“, so Reizammer zur Erklärung der Niederlage, die gegen die starken Vöhringer zwar einkalkuliert war, aber so nicht hätte sein müssen.
Sarah Morgott holte gegen Vöhringen den Ehrenpunkt. Und sie war es auch, die am Sonntag beim Wettkampf gegen Luckenpaint den Sack zumachte. Sie schoss deutlich schneller als ihr Gegner Michal Podolak, der früh zu viele Fehler machte und für den Morgotts 395 Ringe uneinholbar waren.
Da zuvor schon Gleißner und Verena Schmid ihre Duelle für sich entschieden hatten, stand der Sieg für Petersaurach fest. Justus Ott gab den Punkt zum zwischenzeitlichen 1:1 ab. Er schoss konstant 99 Ringe, hatte aber das Pech, dass Gegnerin Marion Dummer mit zwei 100er-Serien abschloss.
Gleißner geriet gegen Isabella Pokorny nach zwei 100er-Serien wegener einer 97 noch einmal unter Druck. Doch letztlich reichte es für sie (395:394). Schmid profitierte davon, dass Maria Weitzenbeck die vierte Serie (95) versemmelte.
Das abermalige Pech von Bonazzi im Einserduell fiel damit nicht mehr ins Gewicht. Der Italiener leistete sich gegen die Schweizerin Muriel Zügler in einem Vergleich auf hohem Niveau beim vorletzten Schuss eine 9 und musste nach 398 Ringen erneut ins Stechen. Ihm gelang wieder nur eine 9 und er verlor erneut.
Günther Reizammer hatte am Sonntag kaum Zweifel an einem Erfolg. Er habe von Beginn an ein gutes Gefühl gehabt. Auch nach 9ern seien seine Schützlinge meist ruhig geblieben. 1979 Ringe seien „ein tolles Ergebnis“ der Mannschaft. Sie habe „heute eindrucksvoll gezeigt“, was in ihr steckt.
Da nur noch zwei Wettkämpfe ausstehen und Petersaurach nun vier Punkte Vorsprung auf den Elftplatzierten Saltendorf hat, ist man dem Klassenerhalt einen sehr großen Schritt nähergekommen. Saltendorf schießt noch gegen den Letzten Niederlauterbach und dann gegen Spitzenreiter Vöhringen.
Pfeil Vöhringen – SV Petersaurach 4:1
Anita Mangold – Edoardo Bonazzi 397:397; Stechen 10,5:9,8
Hannah Steffen – Vanessa Gleißner 394:393
Frantisek Smetana – Verena Schmid 398:394
Antonia Back – Justus Ott 397:395
Florian Krumm – Sarah Morgott 389:390
SV Petersaurach – Luckenpaint 3:2
Edoardo Bonazzi – Muriel Zügler 398:398; Stechen: 9,6:10,3
Vanessa Gleißner – Isabella Pokorny 395:394
Verena Schmid – Maria Weitzenbeck 395:391
Justus Ott – Marion Dummer 396:397
Sarah Morgott – Michal Podolak 395:389