Stellenabbau in Dietenhofen: Herpa schiebt Arbeitsplätze nach Ungarn | FLZ.de

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Veröffentlicht am 29.07.2024 18:52

Stellenabbau in Dietenhofen: Herpa schiebt Arbeitsplätze nach Ungarn

Der neue VW Tiguan soll im Miniaturformat von 1:87 auch für Herpa zu einem Erfolgsmodell werden. Doch der Markt ist härter geworden.  (Foto: Herpa)
Der neue VW Tiguan soll im Miniaturformat von 1:87 auch für Herpa zu einem Erfolgsmodell werden. Doch der Markt ist härter geworden. (Foto: Herpa)
Der neue VW Tiguan soll im Miniaturformat von 1:87 auch für Herpa zu einem Erfolgsmodell werden. Doch der Markt ist härter geworden. (Foto: Herpa)

Aufgrund von Marktveränderungen und einem „signifikanten Umsatzrückgang“ sehe sich die Herpa Miniaturmodelle GmbH gezwungen, Teile der Produktion ins Ausland zu verlagern, teilte das Unternehmen gestern mit.

Knapp 40 der derzeit 160 Arbeitsplätze werden nach Ungarn verlagert, erfuhr die FLZ dazu. Betroffen sind demnach in erster Linie der Formenbau und die Druckerei. Einsparungen gibt es aber auch in anderen Bereichen.

Diese strategische Entscheidung sei notwendig, um sicherzustellen, dass die verbleibende Produktion „weiterhin effizient und rentabel am Standort in Dietenhofen gesichert“ werden kann, heißt es in der Mitteilung weiter. Herpa leide unter der „schwachen Konjunktur, hartnäckiger Inflation, steigenden Lohn-, Transport- und Energiekosten, aber auch an der Konsumflaute und Kaufzurückhaltung“.

Unternehmen will wettbewerbsfähig bleiben

„Wir bedauern die Umstände, die uns zu diesem Schritt zwingen, aber es ist ein mit einer umfassenden und professionellen Wirtschaftsberatung entwickeltes Zukunftsszenario, um Herpa mit ihren Arbeitsplätzen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Durch stringentes Kosten- und Vertriebsmanagement sowie verstärkte Marketingaktivitäten können wir sicherstellen, dass unser Unternehmen mit seinen Produkten am Markt sowohl präsent als auch wettbewerbsfähig bleibt,“ wird Hermann Prinz zu Leiningen, Geschäftsführer von Herpa, in der Mitteilung zitiert.

Die Verlagerung werde schrittweise in den kommenden Monaten umgesetzt und umfasse eine sorgfältige Planung, um die Qualität und Lieferfähigkeit der Produkte nicht zu beeinträchtigen. Herpa bleibe bestrebt, die Erwartungen der Kunden zu erfüllen und gleichzeitig eine nachhaltige Geschäftsstrategie zu verfolgen.

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Nachfrage bei Jüngeren sinkt

Das Unternehmen hat auch damit zu kämpfen, dass die Nachfrage nach Modellbauprodukten in der jüngeren Generation nicht mehr so groß ist wie bei den Älteren. Die Modelle sind darüber hinaus deutlich teurer geworden. Dies trug zwar noch bis ins vergangene Jahr zu einer relativ stabilen Umsatzentwicklung bei, aber bei bereits geringeren Stückzahlen.

Vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen noch gemeldet, dass es anlässlich seines 75-jährigen Bestehens ein echtes Flugzeug mit dem Firmenlogo gestalten lässt. In Dietenhofen hatte die Firma in den letzten Jahren in effizientere Maschinen investiert und die Energieversorgung klimafreundlicher gestaltet.

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