Steinbruch-Ausweitung bei Gallmersgarten: Hinter dem Damm soll es weitergehen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 03.02.2026 11:30

Steinbruch-Ausweitung bei Gallmersgarten: Hinter dem Damm soll es weitergehen

Ein Antrag des Schotterwerks zum Abbau am Steinbruch fand im Gemeinderat keine Mehrheit. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Ein Antrag des Schotterwerks zum Abbau am Steinbruch fand im Gemeinderat keine Mehrheit. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Ein Antrag des Schotterwerks zum Abbau am Steinbruch fand im Gemeinderat keine Mehrheit. (Foto: Hans-Bernd Glanz)

Die Schotterwerk Burgbernheim GmbH will an der Nordostböschung des Steinbruchs Gestein entlang der Bahnlinie Würzburg – Ansbach fördern. Doch der Gemeinderat Gallmersgarten stimmte der dafür notwendigen immissionsschutzrechtlichen Änderung nicht zu.

Aktuell bildet ein Erddamm zur Bahnlinie hin die Grenze zum Abbaubereich. Diesen beabsichtigt die Betreibergesellschaft des Steinbruchs laut Bürgermeister Michael Schlehlein abzutragen, um Gestein weiter in Richtung Bahnstrecke abbauen zu können. Die Gemeinde Gallmersgarten hat insoweit kein Mitspracherecht, da dort keine kommunalen Flächen betroffen sind, erläuterte Schlehlein. Wie die Deutsche Bahn dem Vorhaben gegenübersteht, ist nicht bekannt. Eine Anfrage der FLZ dazu blieb von deren Pressestelle bis Montag unbeantwortet.

Doch warum eigentlich stimmte der Gemeinderat (bis auf Johannes Botsch) dagegen, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen? Ein Blick zurück: Das Landratsamt in Neustadt hatte vor rund zwei Jahren festgestellt, dass der Gesteinsabbau an der Westseite des Steinbruchs zu nahe an die Ortsverbindungsstraße Gallmersgarten – Mörlbach herangerückt war. Die Befürchtung war nun, dass die Straße absacken könnte. Daraufhin wurde die Straße im Frühjahr 2024 gesperrt. Nachdem der Betreiber Auflagen der Behörde umgesetzt hatte, ist die Straße seit Dezember wieder freigegeben.

Feldweg darf nicht befahren werden

Die Schotterwerk GmbH hat nach Auskunft von Schlehlein nun fünf Jahre Zeit, die Standfestigkeit der Grubenwand wiederherzustellen. Bis dahin sorgen Messeinrichtungen dafür, dass mögliche Veränderungen des Bodens unmittelbar festgestellt werden können.

Ein Feldweg an der nördlichen Abbaukante allerdings darf auch weiterhin nicht befahren werden. Dort ist die Gefahr zu groß, dass diese abbricht und in die Tiefe stürzt. Verärgert ist man in der Kommune zudem darüber, dass Gespräche mit dem Betreiber nur über Anwälte stattfinden, erklärte Schlehlein.

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