Start in die Zukunft: Wie sich der Aeroclub Ansbach in Petersdorf aufstellt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.06.2025 09:00

Start in die Zukunft: Wie sich der Aeroclub Ansbach in Petersdorf aufstellt

Im Tower auf dem Flugplatz Petersdorf des Aeroclubs Ansbach: In der Flugwoche hatte hier Torsten Schmotz (rechts) als ehrenamtlicher Betriebsleiter Dienst. Ihm half als zweiter Mann Oliver Breise. (Foto: Oliver Herbst)
Im Tower auf dem Flugplatz Petersdorf des Aeroclubs Ansbach: In der Flugwoche hatte hier Torsten Schmotz (rechts) als ehrenamtlicher Betriebsleiter Dienst. Ihm half als zweiter Mann Oliver Breise. (Foto: Oliver Herbst)
Im Tower auf dem Flugplatz Petersdorf des Aeroclubs Ansbach: In der Flugwoche hatte hier Torsten Schmotz (rechts) als ehrenamtlicher Betriebsleiter Dienst. Ihm half als zweiter Mann Oliver Breise. (Foto: Oliver Herbst)

Ein Stück der großen, weiten Welt zeigt sich häufig nahe dem kleinen Weihenzeller Ortsteil Petersdorf. Eine ganze Reihe von Flugzeugen landet und startet dann auf dem Flugplatz des Aeroclubs Ansbach. Der Verein ist dabei, sich für seine fliegerische Zukunft zu rüsten. Und das geschieht auf verschiedenen Ebenen.

Sonderlandeplatz Ansbach-Petersdorf heißt der Flugplatz ganz offiziell, auf dem der Club den Flugbetrieb organisiert. Er ist im Segelfliegen derzeit in der zweiten Bundesliga – nach langer Zeit in der ersten. „Wir versuchen natürlich dieses Jahr den Wiederaufstieg“, legt Thomas Schwanitz dar. Der Verkehrspilot ist im Verein für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Außerdem spricht er von mehreren Personen, die sich bei Deutschen Meisterschaften mit anderen messen. „Obwohl wir so ein lokaler kleiner Verein sind, sind wir da ziemlich erfolgreich.“ In den vergangenen Jahren erneuerte der Aeroclub seinen Flugzeugpark in Petersdorf, wie der Sprecher berichtet.

In sämtlichen Sparten rund 320 Mitglieder

Der Verein nennt heute vier Segel-, drei Motorflugzeuge und ein Ultraleichtflugzeug sein Eigen. Es sei neues Benzin verfügbar, das umweltverträglicher sei, aber auch Elektroantrieb spiele heute eine Rolle, erläutert Thomas Schwanitz.

An Mitgliedern zählt der Club in den einzelnen Sparten – von Segel- über Motorflug bis Modellflug auf dem Gelände in Stadel bei Herrieden – etwa 320, wie der Pressebeauftragte und der Vorsitzende Dr. Thomas Kuhn schildern. An regelmäßig Aktiven in Segel- und Motorflug schätzt Schwanitz 60 bis 70.

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Jüngst lud der Club junge Menschen aus der Gegend zu einem „Airlebnistag“ ein. „Sie konnten einen Tag schnuppern, und aus dieser Gruppe sind uns doch fünf 14-Jährige geblieben“, stellt der Vereinsvertreter erfreut fest.

Bis zum Sonntag lief überdies wie jedes Jahr eine Flugwoche in Petersdorf, in der junge Menschen in Wohnwagen übernachteten. Den gesamten Tag über galt es dabei zu fliegen. Nicht nur Jugendliche waren vor Ort.

Eine Ausstellung im Brücken-Center

Über den Nachwuchs im Verein sagt Thomas Schwanitz: „Sie lernen hier sehr viel Verantwortung, auch den ganzen Sicherheitsgedanken, und Gemeinschaft.“ Die jungen Leute merkten, dass niemand ganz allein in die Luft kommt. Allein fliegen jedoch könnten 14-Jährige nach zwei bis vier Wochen erstmals.

Einmal im Jahr präsentiert sich der Aeroclub mit einer Ausstellung im Brücken-Center Ansbach. Mit dabei ist dann ein Flugsimulator, den die Jugendgruppe erstellte.

Baulich ist der Aeroclub im Augenblick dabei, seine Anlage zu modernisieren. Voriges Jahr brachte er etwa den Tower auf Vordermann. Dies kam in der Flugwoche zum Beispiel Torsten Schmotz zugute, als er gerade als ehrenamtlicher Betriebsleiter Dienst hatte. Ihm half da als zweiter Mann Oliver Breise.

Zwei der Lehrer sind im Beruf Piloten

Neu ist gleichermaßen die Küche, wofür Karin Winkler federführend war. Unter anderem steht noch bevor, die Toilettenanlage herzurichten. Oft landen in Petersdorf übrigens Flugzeuge von anderswo, wie Thomas Schwanitz betont. „Es gibt viele Leute, die sich überlegen, was sie vor allem am Wochenende mit ihren Flugzeugen machen.“

Das traditionelle Fliegerfest findet am Samstag, 13., und Sonntag, 14. September, statt. Diesmal ist es mit einem Jubiläum verbunden. „Wir feiern 75 Jahre“, unterstreicht Thomas Schwanitz. Die Wurzeln des Clubs reichen bis in die Zeit der Weimarer Republik zurück, aber ab 1950 konnten sich Mitglieder in dem Verein namens Aeroclub Ansbach versammeln. Segelflug war da nach dem NS-Terror wieder zugelassen.

Thomas Schwanitz ist auch einer der ehrenamtlichen Fluglehrer in Petersdorf. Im Moment sind es sechs Segelflug- und fünf Motorfluglehrer, von denen zwei Berufspiloten sind. Weitere Mitglieder lassen sich dazu ausbilden. „Ich könnte von Montag bis Sonntag tagtäglich schulen“, macht der Pressebeauftragte zum Zulauf im Verein deutlich.

Übrigens: „Aus unseren Reihen haben wir mittlerweile vier Berufspiloten, die bei uns groß geworden sind“, merkt Thomas Schwanitz an. Darüber hinaus sei ein Mitglied inzwischen Chef einer Flugschule.

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