Mit dem Georgsdrachen hat die Pfarrei St. Georg in Dinkelsbühl den Einsatz von Markus Munzinger und Josef Seidl als ehrenamtliche Vorsitzende der katholischen Sozialstation gewürdigt. Überreicht wurde die Auszeichnung zum Jahreswechsel im Münster.
Vergeben wird der Preis alle zwei Jahre an Silvester, und zwar an verdiente Ehrenamtliche der Pfarrei, heißt es in einer Pressemitteilung. Über die Wahl der Geehrten befand dabei eine Kommission, die aus Stadtpfarrer Joachim Pollithy, Kirchenpfleger Henry Huber und Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Andreas Mack bestand.
Pollithy, der die Laudatio hielt, würdigte die „äußerst verantwortungsvolle Aufgabe“, die Markus Munzinger und Josef Seidl innehätten. Die Sozialstation zeige das karitative Gesicht der Kirche, so Polli-thy, der auf die sieben Werke der Barmherzigkeit einging. Die damit verbundenen Tätigkeiten verliehen der Kirche nach wie vor eine enorme Glaubwürdigkeit. Wahrgenommen würden solche Tätigkeiten in der Stadt durch Vereine, die evangelische Kirche oder eben die katholische Pfarrei.
Die Sozialstation bezeichnete der Geistliche als kleines Unternehmen mit 15 Mitarbeitenden. Dieses werde von einem Verein und einem ehrenamtlichen Vorstand getragen. Munzinger und Seidl hätten ihre Aufgabe in einer Zeit übernommen, in der es um die Einrichtung „Spitz auf Knopf“ gestanden habe. In Zusammenarbeit mit dem Diözesancaritasverband sei es gelungen, die Sozialstation wieder auf solide Beine zu stellen.
Die Geehrten sorgten mit ihrem Dienst dafür, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialstation „den Menschen zur Seite stehen können, die auf Hilfe angewiesen sind“, hob die Jury hervor.
Josef Seidl war bei der Übergabe des Preises verhindert. An Markus Munzinger wurde der Georgsdrache überreicht, den es – wie es in der Pressemitteilung weiter heißt – erstmals in einem neuen Format gab. Dabei handelt es sich um ein Bild, das Claudia Emrich-Engerer zusammen mit ihrem Mann gestaltet hat. Dieses zeigt den Heiligen Georg mit dem Drachen. Das Bild löst die bisherige Drachenfigur aus Ton ab. Denn der Vorrat an Figuren sei mittlerweile zu Ende gegangen, wie es hieß. Da deren Schöpferin Elisabeth Arnold verstorben sei, habe man sich nach einer Alternative umschauen müssen.