Stadtbaumeister von Bad Windsheim: Michael Bender muss nach der Probezeit gehen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.03.2026 17:35

Stadtbaumeister von Bad Windsheim: Michael Bender muss nach der Probezeit gehen

Die Probezeit von Stadtbaumeister Michael Bender endet Ende März. Das Arbeitsverhältnis soll nicht fortgeführt werden. (Archivbild: Gerhard Krämer)
Die Probezeit von Stadtbaumeister Michael Bender endet Ende März. Das Arbeitsverhältnis soll nicht fortgeführt werden. (Archivbild: Gerhard Krämer)
Die Probezeit von Stadtbaumeister Michael Bender endet Ende März. Das Arbeitsverhältnis soll nicht fortgeführt werden. (Archivbild: Gerhard Krämer)

Der designierte Stadtbaumeister Michael Bender, der aktuell mit dem Noch-Stadtbaumeister Ludwig Knoblach die Geschicke im Bad Windsheimer Bauamt leitet, soll nach seiner Probezeit nicht übernommen werden. Das hat der Stadtrat in nicht-öffentlicher Sitzung beschlossen.

Bürgermeister Jürgen Heckel (WiR) bestätigt auf Nachfrage unserer Redaktion, dass es eine „politische Mehrheitsentscheidung“ im nicht-öffentlichen Sitzungsteil am Donnerstagabend gegeben hat. „Wieder einmal ist aus einer Sache ein Politikum gemacht worden, wie so oft in Bad Windsheim“, mehr wolle Heckel dazu nicht sagen.

Wegen Problemen an den Bürgermeister gewandt

Nach Informationen unserer Zeitung sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus mit dem Führungsstil und den „Umgangsformen“ von Bender nicht zurechtgekommen sein. Sie hätten sich „von oben herab“ behandelt gefühlt, seien mehrfach auf Heckel und den Personalrat zugegangen und hätten diesen die Probleme geschildert. Es habe auch mehrere Treffen gegeben, bei denen sich Angestellte geäußert hätten, heißt es. Schließlich seien auch die Personalreferentinnen des Stadtrats um Unterstützung gebeten worden. Überproportional viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten zudem ein Arbeitszeugnis verlangt.

In nicht-öffentlicher Sitzung habe sich der Stadtrat die Situation erläutern lassen und daraufhin den „mehrheitlichen Beschluss“ gefasst. Heckel erklärte, er könne nur sagen, dass er „an Bender festgehalten” hätte. Laut Informationen unserer Redaktion soll es mittlerweile auch ein Schreiben geben, in dem Bender seine Sicht der Dinge schildert. Er selbst war am Montag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen und hatte sich wohl nur in der Runde der Fraktionsvorsitzenden äußern dürfen.

Bürgermeister Jürgen Heckel (links) begrüßte den künftigen Stadtbaumeister Michael Bender in seinem Amtszimmer. (Foto: Gerhard Krämer)
Bürgermeister Jürgen Heckel (links) begrüßte den künftigen Stadtbaumeister Michael Bender in seinem Amtszimmer. (Foto: Gerhard Krämer)

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Bender soll vor der Tür gewartet haben – vergeblich

In besagter Stadtratssitzung habe Bender dann vor der Tür gewartet, um später hinzugerufen zu werden, heißt es. Das sei aber nicht geschehen. Eine Vorgehensweise, die SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias Oberth auf Nachfrage unserer Redaktion nicht nachvollziehen kann. Es sei „absolut verpflichtend“, auch Benders Sicht der Dinge zu hören. Das sieht auch Jutta Hofmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen so: „Wir hätten ihn schon gerne dazu gehört.”

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Dass es einen Antrag gibt, in dem eine Sondersitzung des Stadtrats gefordert wird, in der Bender zu Wort kommen soll, wollte keiner der Fraktionsvorsitzenden bestätigen. Nicht alle waren am Montag allerdings für unsere Redaktion erreichbar. Personalreferentin Silke Städtler (Fraktionsvorsitzende Liste Land) findet, dass es „eine Watschn“ für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre, wenn man die Entscheidung jetzt infrage stellt.

Und wie geht es nun weiter? Dazu wollte Heckel am Montag keine Stellung beziehen. Die Probezeit von Bender läuft Ende März aus. Ludwig Knoblach geht zum 31. Dezember 2026 in den Ruhestand. Im Tiefbauamt herrscht derzeit ohnehin schon Personalmangel und 2027 soll alles schick sein für die Landesgartenschau.

Beim letztjährigen Altstadtfest hatten die Veranstalter zum Beispiel mit mittelalterlichen Aufführungen vor dem Rathaus für einen gut gefüllten Platz gesorgt. Im Rathaus indes gibt es einige leere Plätze. (Archivbild: Katrin Merklein)
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Katrin Merklein
Katrin Merklein
Redakteurin
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