Eine neue Zeit bricht ab Februar an der Gothsteige in Rothenburg an: Wer sein Grüngut abliefert, kann künftig mit Karte direkt vor Ort bezahlen. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Ebenfalls beschlossen: Es gibt jetzt eine Freimenge für Privathaushalte. Sie beträgt 20 Kilogramm.
Wichtig ist hier für alle: Die Freimenge kann nur einmal pro Tag beansprucht werden. Für Vereine und Gewerbebetriebe gilt diese neue Regelung nicht, wie Abfallmanagerin Gudrun Berger am Telefon betonte. Bislang gab es keine Freimenge.
Berger informiert ganz allgemein zum Thema Grüngut: An erster Stelle solle das Kompostieren im eigenen Garten stehen, dann das Entsorgen durch die Biotonne und erst an dritter Stelle das Anliefern an der Gothsteige. Sie sagt auch: „Das Kompostieren und die Biotonne schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich.“ Die Abfallwirtschaft weise außerdem darauf hin, dass die „wirtschaftlichste und ökologisch sinnvollste Art“, Gartenabfälle zu entsorgen, die Kompostierung im eigenen Garten sei.
Wie das Angebot der Freimenge angenommen werden wird – und auch möglicher Missbrauch – wird vonseiten der Stadt beobachtet werden. Wenn viel Missbrauch festgestellt werde, komme das Ganze nochmals auf den Prüfstand, meint die Abfallmanagerin. Dann werde man sehen, „ob das beibehalten werden kann“. Zum Thema Bezahlung weist sie auf Folgendes hin: Wer möchte, kann mit Karte vor Ort bezahlen. Das ist aber kein Muss. Wer die Funktion nicht nutzen möchte, wird nach wie vor einen Bescheid per Post erhalten. Eine Barzahlung sei aus Sicherheitsgründen keine Option.
Am Samstag, 1. Februar, soll die Umstellung erfolgt sein. Ob es wirklich klappt, hängt noch ein wenig davon ab, wann die Software-Umstellung erfolgen kann. Kämmerin Andrea Gackstatter bat in der Sitzung des Stadtrates um Verständnis, falls es noch nicht direkt am ersten Februartag klappen sollte.
Rund 3000 Euro fallen einmalig „für Softwareupdate und Hardware an der Deponie“ an, dazu kommen „Betriebskosten EC-Terminal und Transaktionskosten“, die monatlich bei rund 100 Euro liegen sollen. Den „Einnahmeverzicht“ durch die neu geschaffene Freimenge schätzt die Verwaltung auf rund 1000 Euro im Jahr ein.
CSU-Fraktionschef Dr. Wolfgang Scheurer kommentierte die neuen Regelungen als im „höchsten Maße bürgerfreundlich, benutzerfreundlich, so dass man eigentlich nicht mehr meckern könnte“.
Die Sitzung des Stadtrates hatte übrigens um ein paar Minuten verspätet begonnen, weil mehrere Gremiumsmitglieder noch bei der Veranstaltung des Krankenhausfördervereins Mediroth im Gymnasium gewesen waren (siehe Beitrag auf der „Kreis-Ansbach-Seite“).