Das Damoklesschwert über der SpVgg 09 Ansbach ist verschwunden: Das über 250.000 Euro teure Projekt „Flutlichtanlage für den Hauptplatz“ kann gestemmt werden. Hilfreich dabei ist auch, dass der Sportausschuss des Stadtrates jetzt zwei Zuschussanträgen der nullneuner zugestimmt hat.
Dass der Hauptplatz im Xaver-Bertsch-Sportpark eine Beleuchtung bekommen soll, hat nichts damit zu tun, dass die nullneuner das gerne hätten oder gar zu viel Geld übrig haben. Um weiter in der Regionalliga Bayern – unabhängig vom sportlichen Erfolg – Fußball spielen zu dürfen, müssen sie über eine solche Flutlichtanlage verfügen. So sehen es die Lizenzbedingungen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) vor.
Wie häufig im höherklassigen Fußballbereich geht es bei der Auflage ums Geld. Der Verband will durch die spezielle Atmosphäre von Flutlichtspielen am Abend die Regionalliga gewinnbringend im Netz vermarkten können. Die Vereine bekommen übrigens nichts davon ab, die Zusatzeinnahmen werden nicht an sie ausgeschüttet.
Die Gesamtkosten für das Projekt schätzen die Verantwortlichen der Spielvereinigung auf über 250.000 Euro. „Das ist wahnsinnig viel Geld für unseren Verein“, sagt der sportliche Leiter Christoph Hasselmeier gegenüber der FLZ. Zahlreiche Gespräche und Verhandlungen waren nötig, um das Projekt finanziell stemmen zu können.
Die harte Arbeit hat sich gelohnt. Laut Hasselmeier kann die Anlage aus finanzieller Sicht gebaut werden, aktuell wartet man noch auf die Genehmigung der Bauanträge. Einerseits haben die nullneuner eine Förderzusage vom Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) bekommen. Andererseits hat sich jetzt der Sportausschuss des Ansbacher Stadtrates mit zwei Zuschussanträgen des Vereins befasst. Das Flutlicht verursacht Kosten in Höhe von knapp 127.300 Euro, wie es in der Sitzungsunterlage für die Stadträte heißt. Dafür gibt die Stadt einen Zuschuss in Höhe von 20 Prozent, maximal 25.460 Euro.
Gleichzeitig muss die Elektrik im Sportpark modernisiert werden. Wie der städtische Sportkoordinator Benjamin Tax im Ausschuss berichtete, verursacht das Kosten in Höhe von rund 57.420 Euro. In diesem Fall gibt es eine Sportförderung von maximal 8600 Euro von der Stadt. Beide Beschlüsse fielen einstimmig.
Bei der Spielvereinigung selbst verbleiben etwa 200.000 Euro, die aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen, wie Christoph Hasselmeier betont. Dies wird durch Eigenkapital, eine Bank-Finanzierung und die Spendenaktion „Licht AN!“ bewerkstelligt. Das Spendenziel von 50.000 Euro ist Hasselmeier zufolge noch nicht ganz erreicht. Mit den bisher eingegangenen Spenden sind die Verantwortlichen aber sehr zufrieden und vor allem auch sehr dankbar für die Unterstützung. Beim nächsten Heimspiel der SpVgg am 1. März gegen den FC Augsburg II will man die Aktion aber nochmal bewerben – und dann so langsam auslaufen lassen.
Hasselmeier und die anderen Verantwortlichen der SpVgg 09 Ansbach sind erleichtert, dass die Finanzierung für die Anlage steht, das Damoklesschwert Zwangsabstieg damit verschwunden ist. Jetzt gilt es, sportlich den Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern zu sichern. Hasselmeier verspricht: „Wir werden alles dafür machen, dass dies gelingt.“