Egal ob Paare kirchlich heiraten, ihr Eheversprechen erneuern oder einfach ihre Partnerschaft segnen lassen wollen – am Sonntag, 25. Mai, haben alle in Dinkelsbühl die Möglichkeit, sich das Ja-Wort zu geben. Ohne lange Vorbereitung, Kosten und Anmeldung.
Bayernweit findet an diesem Tag zum dritten Mal die Aktion „Einfach heiraten“ der evangelischen Kirche statt.
Von 14 bis 17 Uhr steht die Heilig-Geist-Kirche in Dinkelsbühl für Spontan-Trauungen und Paarsegnungen offen. Die Kirche sei geschmückt, für die musikalische Umrahmung seitens eines Organisten und eines Trompetenspielers sei gesorgt, erzählt Diakonin Claudia Grunwald, die sich freut, dass sich Dinkelsbühl in diesem Jahr an der Aktion beteiligt. Gemeinsam mit den Pfarrerinnen Kathrin Scheibenberger und Karola Schirrle wird die Diakonin an diesem Tag die Trauungen zelebrieren. Dazu könnten alle Interessierten ab 14 Uhr im Dekanat einen Termin vereinbaren.
Vor der Trauung gebe es jeweils ein 20-minütiges Gespräch, in dem sich die Pfarrperson und das Paar kennenlernen können. Der Ablauf wird besprochen, Lieder und Trauspruch werden ausgewählt. „Im Anschluss haben wir dann wiederum 20 Minuten Zeit, um uns eine passende Rede, die zur Geschichte des Paares und auch zum ausgesuchten Spruch passt, zu überlegen“, so Grunwald. Im Vorfeld habe sie dafür extra einen Workshop besucht, in dem vermittelt wurde, wie man in kürzester Zeit mit wenigen Informationen eine Trauung vorbereiten könne.
Die Zeremonie selbst finde ebenfalls innerhalb von 20 Minuten statt. Gäste könnten mitgebracht werden. Grunwald, Scheibenberger und Schirrle wechselten sich ab, so dass sich pro Stunde drei Paare das Ja-Wort geben können. Sollten weitere Anmeldungen erfolgen, so werde aber niemand abgewiesen, garantiert die Diakonin.
Mitmachen könnten wirklich alle: Geschlecht oder Konfession spielten keine Rolle, auch queere Paare seien willkommen. „Die Aktion richtet sich an Paare, die aus verschiedensten Gründen bisher nur standesamtlich verheiratet sind. An Paare, die gar nicht heiraten wollen, aber trotzdem gerne Gottes Segen für ihre Beziehung hätten, sowie an Ehepaare die ihr Versprechen erneuern möchten.“
Das Mitbringen von Dokumenten sei dafür nicht notwendig. Nur wer wolle, dass die Trauung offiziell in das Kirchenbuch eingetragen wird, müsse die standesamtliche Urkunde vorzeigen. Nach der Trauung erhielten die Paare eine Urkunde sowie ein Erinnerungsstück an den besonderen Tag.