Die Raumnot an der Pastoriusschule und eine Lösung durch eine Kooperation mit dem Stellergymnasium thematisiert die Fraktion der SPD in einem Antrag an den Bad Windsheimer Stadtrat. Sie fordert deshalb, von den Plänen der Unterbringung der Pflegeschule am Gymnasium abzusehen.
Andrea Zander, die Schulleiterin der Pastoriusschule, hatte in einem Schreiben ausgeführt, dass sich „die bereits jetzt prekäre Raumsituation in den kommenden Monaten und Jahren weiter verschärfen wird“, heißt es in dem Antrag der SPD, der auch unserer Redaktion vorliegt.
Am Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasium dagegen seien Räume frei. Der Landkreis will prüfen, ob dort die Pflegeschule, die von Scheinfeld nach Bad Windsheim umziehen soll, untergebracht werden könnte. Die SPD hält diesen Ansatz allerdings für falsch. Sie fordert einen Stadtratsbeschluss, in dem die Stadt Bad WindsheimLandrat Dr. Christian von Dobschütz (CSU) und die Mitglieder des Kreistags bittet, für die Pflegeschule eine andere Lösung zu finden und von den Plänen absieht.
Zeitnah sollten stattdessen Verhandlungen mit den Verantwortlichen der Pastoriusschule, des Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasiums und der Stadt Bad Windsheim aufgenommen werden, um Räume eventuell der Pastoriusschule zur Verfügung zu stellen. Schon allein aus Gründen der räumlichen Nähe von Gymnasium und Pastoriusschule ergebe es aus Sicht der SPD „Sinn, hier die Synergien zu nutzen, um die Offene Ganztagsschule (OGS) an der Pastoriusschule fachgerecht umsetzen zu können“, heißt es weiter im Antrag.
Da Uwe Nickel, der Schulleiter des Gymnasiums, „nicht ausgeschlossen“ habe, dass im Gebäude genug Platz für die Pflegeschule zur Verfügung stünde, sollte dieser Platz aber lieber für die Pastoriusschule genutzt werden können.
Für die Pflegeschule schlägt die SPD vor, die ursprünglichen Planungen eines Neubaus in Kliniknähe bald wieder aufzunehmen. „Auch mit Blick auf die schwierige finanzielle Situation der Stadt und des Landkreises“ wäre diese Lösung anzustreben. Die SPD könnte sich vorstellen, dass sich die Stadt im Gegenzug finanziell an einem Neubau der Pflegeschule beteiligt – „in überschaubarem Maß“. Kosten für einen „sicher kostenträchtigeren Um- und Ergänzungsbau“ für die Pastoriusschule würden so für die Stadt entfallen.
Bei einer früheren Beschlussfassung sei schließlich die Verlagerung der Pflegeschule mit der notwendigen direkten Nähe zu einer Klinik begründet worden und eine „Förderung eines Neubaus von bis zu 100 Prozent in Aussicht gestellt“ worden, so die SPD weiter.
„Es erscheint widersinnig, diesen damals aus gutem Grund gefassten Beschluss nicht umzusetzen“, so die SPD. Falls ein Neubau nicht darstellbar sein sollte, bleibe „die Option der langfristigen Anmietung von Räumlichkeiten in direkter Nähe zur Klinik Bad Windsheim“. Beide Varianten sind nach Meinung der SPD-Fraktion „in jeder Hinsicht eine bessere Lösung, als eine Unterbringung der Pflegeschule im Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasium“.