Sonnencremes für Kinder im Test: Günstig gewinnt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.06.2026 05:03

Sonnencremes für Kinder im Test: Günstig gewinnt

Die Stiftung Warentest hat 23 Sonnenschutzmittel für Kinder untersucht. (Foto: Florian Schuh/dpa-tmn)
Die Stiftung Warentest hat 23 Sonnenschutzmittel für Kinder untersucht. (Foto: Florian Schuh/dpa-tmn)
Die Stiftung Warentest hat 23 Sonnenschutzmittel für Kinder untersucht. (Foto: Florian Schuh/dpa-tmn)

Auch wenn kaum ein Kind großer Fan vom sommerlichen Eincreme-Ritual ist: Sonnencreme muss sein, um den Nachwuchs vor Sonnenbränden und Hautkrebs zu schützen. 

Die Auswahl an Kindersonnencremes und -sprays ist allerdings so groß, dass Eltern vor dem Regal rätseln: „Welche zur Hölle sollen wir nehmen?“ Die gute Nachricht: Es muss nicht unbedingt das teure Produkt in den Einkaufskorb wandern, guter Schutz geht auch günstig. 

Das zeigt eine Untersuchung, für die die Zeitschrift „Stiftung Warentest“ 23 Sonnenschutzmittel für Kinder unter die Lupe genommen hat (Ausgabe 7/2026). Das Test-Team wollte wissen: Steckt der Lichtschutzfaktor, der auf Tube oder Flasche versprochen wird, auch tatsächlich drin? Und: Sind bedenkliche Stoffe für Mensch und Umwelt in den Produkten zu finden? 

Mit gutem Gewissen cremen? Geht mit den meisten!

Der Großteil der Produkte – 14 von 23 – schneidet mit der Note „gut“ ab, hier können Eltern ohne Sorge cremen. 

Die beiden Sonnenschutzmittel mit dem niedrigsten Preis teilen sich sogar den Testsieg (Note 1,7): das „Cien Sun Kids Sonnenspray“ von Lidl (2,60 Euro pro 100 Milliliter) und das „Sonnenspray für Kinder Sensitiv“ von Tabaluga (2,54 Euro pro 100 Milliliter). 

Auch knapp hinter den Testsiegern gibt es preiswerte Optionen. So gehen unter anderem die „Sunozon Kids Sonnenmilch“ von Rossmann (2,65 Euro pro 100 Milliliter) und das „Sundance Kids Sensitiv Sonnenspray“ von dm (3,13 Euro pro 100 Milliliter) mit der Note 1,8 aus dem Test heraus. 

Inhaltsstoffe können der Umwelt schaden 

Ganz ohne Schattenseiten sind die Testergebnisse aber nicht. So rasseln fünf Sonnenschutzmittel mit der Note „mangelhaft“ durch, weil sie den versprochenen Lichtschutzfaktor nicht einlösen. 

Auch umweltkritische Stoffe sind ein Thema: Bei fast allen Produkten fielen den Testerinnen und Testern Substanzen auf, die der Umwelt Probleme bereiten können, wenn sie beispielsweise beim Baden in Gewässer gelangen. 

Kritisch sehen die Warentester hier nicht nur bestimmte chemische UV-Filter, sondern auch den Stabilisator Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA). Problem: Er lässt sich nur schwer aus dem Abwasser herausfiltern. Sechs Sonnenschutzmittel haben ihn auf der Inhaltsstoffliste. 

In drei Produkten stecken Weichmacher-Spuren

Die Warentester prüften auch, ob sich in den Sonnenschutzmitteln der Weichmacher DnHexP nachweisen lässt. Bei der Herstellung des UV-Filters DHHB kann es zu Verunreinigungen mit diesem Stoff kommen. In der EU ist DnHexP in Kosmetik verboten, da es als fortpflanzungsschädigend gilt. 

Bei 3 der 16 DHHB-haltigen Sonnencremes in der Auswahl wurde das Test-Team fündig. Immerhin: „Von den gemessenen Konzentrationen geht kein unmittelbares Gesundheitsrisiko aus“, ordnen die Testerinnen und Tester ein. Die betroffenen Produkte schneiden jeweils mit der Note „ausreichend“ ab. 

Kindersonnencreme auch für Mama oder Papa? 

Nur die Sonnencreme fürs Kind in den Rucksack werfen, mit der sich beim Ausflug oder am See dann alle einschmieren? Das können Familien durchaus so machen. „Da Kindersonnencremes oft keine Duftstoffe enthalten, sind sie für Erwachsene mit Duftstoffallergie sogar eine besonders gute Wahl“, sagt Stiftung-Warentest-Expertin Lea Lukas. 

Und was gilt umgekehrt? „Ist gerade kein spezielles Kindersonnenschutzmittel zur Hand, schützt auch eine herkömmliche Sonnencreme die Kleinen zuverlässig. Und das ist in jedem Fall besser, als auf UV-Schutz gänzlich zu verzichten“, so die Expertin.

© dpa-infocom, dpa:260618-930-240831/1


Von dpa
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