Badehosen eingepackt, Wasserflaschen aufgefüllt – und immer gut eincremen: Westmittelfranken steht ein sonniges, heißes Wochenende bevor. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Hitzewarnung herausgegeben. In der Region sind Spitzenwerte bis zu 36 Grad zu erwarten.
Der DWD erwartet für die kommenden Tage in Mittelfranken eine hohe Wärmebelastung, ab Freitag können lokal auch Gewitter und Unwetter hinzukommen. Für Teile Deutschlands, vor allem Nordrhein-Westfalen, geht der DWD sogar in einer amtlichen Warnung von „extremer Hitze” aus.
Von Ansbach über Dinkelsbühl und Rothenburg bis Neustadt/Aisch prognostizieren verschiedene Wetterportale bis mindestens Dienstag Temperaturen deutlich über 30 Grad Celsius. Als Spitzenwert nennt „Wetter.com” 35 Grad, die schon am Freitag in Neustadt/Aisch erreicht werden könnten. Anderswo, etwa in Ansbach und Rothenburg, dürfte demnach der Sonntag der heißeste Tag werden. Der Ansbacher Wetterexperte Hans-Martin Goede geht sogar von einem Temperaturmaximum von 36 Grad aus.
Derweil werden für Freitagabend und Samstag vielerorts in Westmittelfranken Gewitter erwartet. Nach einer kurzen „kühleren” Phase mit Spitzenwerten von 27 bis 29 Grad klettern die Temperaturen dann zum letzten Juni-Wochenende nach derzeitigen Vorhersagen wieder auf über 30 Grad.
Den Hitzerekord der vergangenen zehn Jahre für die Region hält derzeit die Messstation in Rothenburg (Landkreis Ansbach): Hier wurden laut Archivdaten 2022 an einem Julitag ein Spitzenwert von 38 Grad Celsius gemessen. Besonders hohe Spitzentemperaturen verzeichnet im Vergleich zu anderen Wetterstationen im Umkreis regelmäßig auch die Einrichtung in Gollhofen (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim). Hier lag der Höchstwert bei 37,7 Grad, ebenfalls 2022.
Rekorde bricht derweil häufig die Station in Kitzingen: Hier werden häufig deutschlandweite Hitzehöhepunkte festgestellt. An jenem besonders heißen Julitag 2022 erreichte das Thermometer dort 39,6 Grad.
Von der Temperatur unbenommen verharrt in der Region auch die Waldbrandgefahr auf hohem Niveau. Besonders im Hinblick auf bevorstehende Sonnwendfeuer gilt nach Ratschlag von Experten äußerste Vorsicht beim Hantieren mit Feuer im Freien.
Auch das Heroes Festival in Geiselwind, das am Freitag startet und zu dem Zehntausende Rapfans erwartet werden, reagiert auf die Wetterlage: Grillen am Camp sei in diesem Jahr aufgrund behördlicher Vorgaben verboten, erklären die Veranstalter auf Instagram. Stattdessen sollen offizielle Grillstellen genutzt werden. Zudem verweisen die Organisatoren auf kostenfreie Wasserstellen am Gelände.