Neun Stunden im Waldstrandbad – für die Windsbacherin Maya Joy Mather kein Problem. Als Badeaufsicht hat die 18-Jährige ein Auge auf die Besucher.
Mit 16 Jahren machte sie bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) das Rettungsschwimmabzeichen in Silber und stieg im Sommer 2022 ins Team ein. Die Aufsicht übernehmen drei Festangestellte und ein Kern von vier Freiwilligen – weitere Verstärkung ist höchst willkommen.
Maya Mather verarztet Insektenstiche, unterstützt beim Anfänger-Schwimmkurs, beaufsichtigt „den Fünfer“ und beobachtet das Becken. „Einfach gucken, dass alles glatt läuft und niemand untergeht.“
Ihre Fähigkeiten in der Wasserrettung hat sie beim Kleiderschwimmen der Reservisten und US-Amerikaner schon unter Beweis gestellt. In ihren schweren Uniformen durchschwammen die Soldaten die 100-Meter-Bahn. Die Kleider „saugen sich voll Wasser, das zieht nach unten“. Teilnehmer, denen die Kraft ausging, wurden herausgezogen.
Bis zum Beginn ihres Lehramtsstudiums genießt die junge Frau den Sommer – und verbringt fünf bis sechs Tage pro Woche im Freibad. Über ihren Nebenjob gerät sie ins Schwärmen. „Ich werde wertgeschätzt. Die alteingesessenen Windsbacher kennen mich auch schon.“ Eine ältere Frau lud sie nach der Saison im Winter gar zum Plätzchenessen ein. „Dann haben wir gequatscht. So entstehen Freundschaften.“
Ins Wasser springt Maya Mather auch selbst gern: „Ich schwimme von Kindesbeinen an“, verrät sie. Für 1000 Meter braucht sie etwa 22 Minuten. „Ich möchte mich aber verbessern. Wenn man die Olympia-Zeiten der Schwimmer anguckt, bin ich noch ein bisschen zu langsam.“