So will Florian Bremm in einem hochklassigen Feld das EM-Finale erreichen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.03.2025 16:00

So will Florian Bremm in einem hochklassigen Feld das EM-Finale erreichen

Drei von 37 für die EM: Sam Parsons, Florian Bremm (Mitte) und Maximilian Thorwirth (rechts) liefen schon bei der Hallen-DM zusammen. (Foto: Theo Kiefner)
Drei von 37 für die EM: Sam Parsons, Florian Bremm (Mitte) und Maximilian Thorwirth (rechts) liefen schon bei der Hallen-DM zusammen. (Foto: Theo Kiefner)
Drei von 37 für die EM: Sam Parsons, Florian Bremm (Mitte) und Maximilian Thorwirth (rechts) liefen schon bei der Hallen-DM zusammen. (Foto: Theo Kiefner)

Die Omnisport-Arena in Apeldoorn bietet 5000 Zuschauern Platz. Der Kartenvorverkauf für die Hallen-Europameisterschaft lief sehr gut. Also dürfte das 3000-Meter-Finale am Sonntag, 9. März, vor großer Kulisse stattfinden. Dann will auch Florian Bremm an der Startlinie stehen. Das wird nicht leicht.

Unterkunft, Verpflegung, Trainingsmöglichkeiten, alles 1a

Der Colmberger reiste schon Mitte der Woche in die Provinz Gelderland und fand dort „herausragende Bedingungen“ vor. „Unterkunft, Verpflegung, Möglichkeiten zum Training, das ist alles 1a hier, viel besser als im Vorjahr in Italien“, berichtet Bremm.

Im Juni 2024 startete der 24-Jährige bei der Europameisterschaft im Olympiastadion in Rom über 5000 Meter und belegte Rang 23. Kein Ergebnis, mit dem er zufrieden war.

Vorläufe am Samstag

Ob sein Auftritt bei der Hallen-EM in den Niederlanden wenigstens zufriedenstellend oder gar als Erfolg zu werten ist, entscheidet sich bereits am Samstag. Da stehen die Vorläufe über 3000 Meter an.

„Das ist ein hochklassig besetztes Feld. Ich werde wahrscheinlich im Bereich meiner Bestzeit laufen müssen, um ins Finale zu kommen“, sagt Bremm.

Olympiasieger Ingebrigtsen ist der Star

26 Läufer stehen auf der finalen Meldeliste. In der rangiert Bremm mit seiner Meldezeit von 7:39,01 Minuten auf Rang elf. Ganz vorn liegt George Mills mit 7:27,92 Minuten. Den kennt Bremm von der EM in Italien. Damals holte Mills Silber.

Hier noch der Jäger, am Ende ganz vorn: Florian Bremm (Mitte) bei der Deutschen Hallenmeisterschaft im Vorjahr in Leipzig, angefeuert von Edelfan Franz Josef Heller aus Dürrwangen. (Foto: Theo Kiefner)
Hier noch der Jäger, am Ende ganz vorn: Florian Bremm (Mitte) bei der Deutschen Hallenmeisterschaft im Vorjahr in Leipzig, angefeuert von Edelfan Franz Josef Heller aus Dürrwangen. (Foto: Theo Kiefner)

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Auf Rang zwei folgt der junge Niederländer Niels Laros, dessen Bestzeit ebenfalls noch knapp unter der 7:30 liegt. Mit 7:29,49 Minuten stellte der 19-Jährige in diesem Jahr einen neuen Landesrekord auf. Nur zwei Europäer waren in der Halle je schneller.

DLV schickt 37 Starter

Star im Feld ist allerdings der 5000-Meter-Olympiasieger Jakob Ingebrigtsen. Der Norweger ist Weltrekordler über 3000 Meter. In diesem Jahr knackte er die Hallen-Weltrekorde über die Meile (3:45,14 Minute) und die 1500 Meter (3:29,63). Vor Jahren lief Bremm schon einmal im Cross gegen Ingebrigtsen, im Vorjahr sah man sich in Rom.

37 Athletinnen und Athleten des Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) sind im Rennen um die 27 kontinentalen Hallentitel.

Trio aus Deutschland

Drei davon gehen über die 3000 Meter an den Start. Außer Bremm sind das Sam Parsons vom SCC Berlin und Maximilian Thorwirth (SFD Düsseldorf-Süd), mit dem sich der Colmberger jüngst bei der Deutschen Hallenmeisterschaft erst duellierte und im Endspurt um den Titel knapp unterlag.

Dem starken Feld entsprechend könnten bereits die Qualifikation zur Herausforderung werden. „Keine Energie in Rempeleien verschwenden, viel auf der Innenbahn laufen, im richtigen Moment präsent sein, um nicht abgehängt zu werden“, so ungefähr stellt sich Bremm den Rennverlauf vor.

Immer noch Rückenbeschwerden

Der zweifache deutsche Meister über 5000 Meter hat immer noch Rückenbeschwerden, die aber in den Griff zu bekommen sind. Denn: „Auch die medizinische Betreuung ist top hier“, sagt Bremm.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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