Er legte sich ins Zeug, mit vielen Auftritten, Kinopremierentour und so weiter: Horst Schlämmer, Hape Kerkelings legendäre Kunstfigur eines rheinländischen Zeitungsjournalisten, hat für den Film „Horst Schlämmer sucht das Glück“ einiges getan - trotz Rückens. Gelohnt hat es sich offenbar. Zwischen Donnerstag und Sonntag strömten fast 190.000 Zuschauerinnen und Zuschauer in die Kinos für den Film.
Im Jahr 2009 kam die erste Kinokomödie mit dem stellvertretenden Chefredakteur des „Grevenbroicher Tagblatts“, „Horst Schlämmer - Isch kandidiere!“, damals auf insgesamt 1,3 Millionen Kinobesucher.
Der neue Film ist auch wieder gesellschaftspolitisch angelegt. Die Stimmung in Deutschland ist mies, alle seien so pampig geworden. „Früher hatte ich nur Rücken, heute hat ganz Deutschland Rücken - und zwar im Gesicht, weißte.“
Deshalb geht der Grevenbroicher Horst auf die Suche nach einem Gegenmittel – als Reise kreuz und quer durch Deutschland.
Kerkeling trat erstmals vor rund 25 Jahren als Journalistenparodie Schlämmer auf. 2006 war Horst etwa zu Gast bei „Wer wird Millionär?“. Kerkelings Kultfigur brachte Günther Jauch dazu, selbst auf dem Ratestuhl Platz zu nehmen.
Im Sommer 2009 kam der erste Film ins Kino: In „Horst Schlämmer - Isch kandidiere!“ wollte der Lokalredakteur Kanzler werden. In der neuen Komödie von Regisseur Sven Unterwaldt spielen unter anderen die Komikerin Tahnee Schaffarczyk und Schauspielerin Meltem Kaptan mit.
Der 1964 in Recklinghausen im Ruhrgebiet geborene Kerkeling lebte jahrelang in Düsseldorf, dann in Berlin und ist inzwischen in Köln zu Hause.
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