Sieg gegen Bochum: Bayer macht Druck auf die Bayern | FLZ.de

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 28.03.2025 22:24

Sieg gegen Bochum: Bayer macht Druck auf die Bayern

Mit einem Sieg gegen kämpferische Bochumer hält Leverkusen die Hoffnung auf die Titelverteidigung am Leben.  (Foto: Anke Waelischmiller/dpa)
Mit einem Sieg gegen kämpferische Bochumer hält Leverkusen die Hoffnung auf die Titelverteidigung am Leben. (Foto: Anke Waelischmiller/dpa)
Mit einem Sieg gegen kämpferische Bochumer hält Leverkusen die Hoffnung auf die Titelverteidigung am Leben. (Foto: Anke Waelischmiller/dpa)

Auf der Tribüne jubelte auch der verletzte Florian Wirtz: Bayer Leverkusen hat den Druck auf den FC Bayern weiter erhöht. Die Werkself gewann gegen den VfL Bochum mit 3:1 (1:1) und rückt damit zumindest für eine Nacht auf bis zu drei Punkte an Spitzenreiter aus München heran. 

Gegen starke Bochumer, die vor knapp drei Wochen die Bayern sensationell auswärts geschlagen hatten, trafen Aleix Garcia (20. Minute), Victor Boniface (60.) und Amine Adli (87.) für den Meister. 

Felix Passlack (26.) erzielte vor 30.210 Zuschauern den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Mannschaft von Dieter Hecking, die mit 20 Zählern auf dem Relegationsplatz bleibt, am Wochenende aber nach unten verdrängt zu werden droht.

Verletzter Wirtz jubelt mit Familie 

Bayer-Coach Xabi Alonso änderte seine Startelf im Vergleich zum 4:3 in Stuttgart vor der Länderspielpause nur auf einer Position: Für Defensivspieler Robert Andrich kam Stürmer Boniface. Hecking tauschte einen Tag nach der Bekanntgabe seines Verbleibs beim Revierklub im Falle des Klassenerhalts gegenüber dem 1:3 gegen Frankfurt Innenverteidiger Jakov Medic gegen Flügelflitzer Gerrit Holtmann. 

„Wir müssen mutig sein. Wir wissen, dass wir der krasse Außenseiter sind“, sagte Hecking vor dem Duell bei DAZN. Zumindest in den ersten Minuten der Partie verteidigte Bochums Defensive kompakt. Der schwungvoll und schnell startenden Werkself fehlte zunächst trotz zweier Mittelstürmer die Durchschlagskraft. 

Doch nach 20 Minuten konnten die Gastgeber und allen voran der am Innenband verletzte Wirtz, der die Partie mit seiner Freundin und seinen Eltern auf der Tribüne verfolgte und bei dem Alonso unter der Woche eine frühere Rückkehr in Aussicht gestellt hatte, jubeln. Garcia schlenzte den Ball mit einem Distanzschuss sehenswert rechts ins Eck. 

Bochum mit Traumtor zum Ausgleich

Fast unbeeindruckt war Bochum jedoch um eine schnelle Antwort auf den Rückstand bemüht und hatte plötzlich sogar längere Ballbesitzphasen in der Bayer-Hälfte. Nach einem folgenschweren Kopfball-Rückpass von Granit Xhaka scheiterte Georgios Masouras zunächst an Keeper Lukas Hradecky. Doch den Abpraller nutzte Passlack an der Strafraumkante und verwandelte unhaltbar ins linke Eck zum Ausgleich.

Danach bemühte sich Leverkusen sichtlich, doch spätestens an der Strafraumkante machte der VfL den Raum mit viel Selbstvertrauen nach dem Anschlusstreffer so eng, dass es kein Durchkommen gab. Im Offensivspiel mangelte es dem Meister an Präzision. Von dem vermeintlich großen Unterschied zwischen Meisterschaftskampf und Abstiegskampf war im ersten Abschnitt kaum etwas zu sehen. 

Entscheidung durch Joker-Tor in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Werkself zunächst mit viel Schwung bemüht um die schnelle Führung. Boniface (47.) und Schick (49.) scheiterten jedoch zunächst an Timo Horn. Auf der Gegenseite parierte Hradecky einen Konter von Matus Bero (54.). Doch dann war es der in die Startelf gerutschte Boniface, der nach einem Querpass von Piero Hincapie mit dem rechten Knie den Ball aus kurzer Distanz völlig frei ins Tor beförderte. 

Beim Versuch für den erneuten Ausgleich zu sorgen, rutschte Ibrahima Sissoko bei freier Schussbahn vor dem Leverkusener Strafraum weg (78.). Frimpong verpasste direkt im Anschluss nach einem Querpass von Garcia indes knapp die Vorentscheidung. Für diese sorgte dann schließlich der eingewechselte Adli kurz vor dem Schlusspfiff.

© dpa-infocom, dpa:250328-930-417736/1


Von dpa
north