Straßen sind für durchziehende Amphibien eine große Gefahr. Sind sie besonders frequentiert, werden sie daher auch schon mal gesperrt. Ansonsten weisen Verkehrsschilder auf die Krötenwanderung hin. Diese sollten Verkehrsteilnehmer unbedingt ernst nehmen, heißt es vom Auto Club Europa (ACE).
So schützen Sie auf betroffenen Strecken Mensch und Tier:
Reduzieren Sie die Geschwindigkeit, fahren Sie vorausschauend und haben Sie auch den Fahrbahnrand im Blick. Denn oft sind neben den Tieren ehrenamtliche Helfer und Helferinnen unterwegs, die zum Beispiel Schutzzäune kontrollieren.
Übrigens: Laut dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) sterben viele Kröten nicht durch direktes Überfahren, sondern allein durch den Unterdruck, den die Autos am Boden erzeugen. Also Tempo runter und damit Druck runter. Bei Tempo 30 ist er laut Nabu schon so gering, dass das Tier überleben könne, wenn es sich zwischen den Rädern befinde.
Achten Sie auf nachfolgende oder entgegenkommende Fahrzeuge und bremsen Sie nicht plötzlich oder weichen abrupt aus, wenn Sie damit sich selbst oder andere in Gefahr bringen. Bei einem Auffahrunfall gilt laut dem ACE: Kleintiere wie Kröten oder Frösche rechtfertigen keine Brems- oder Ausweichmanöver.
Trotz aller Schutzmaßnahmen werden immer wieder Amphibien in der Wanderzeit überfahren. Zu Schäden am Fahrzeug kommt es dabei in der Regel nicht. Aber auf der Straße bleibt oft ein Schmierfilm zurück. Motorräder und Roller können hier ins Rutschen geraten und umstürzen.
Mit Motorrad, Roller oder Fahrrad sollte man deshalb in bekannten Krötenwandergebieten langsam und vorsichtig fahren - und gegebenenfalls lieber einen Umweg machen.
Wie auch immer man auf der Straße unterwegs ist: Von einer eigenmächtigen Krötenrettung sollte man absehen. Vor allem nachts besteht die Gefahr, dabei von anderen Verkehrsteilnehmenden übersehen zu werden. Man will ja nicht selbst wie die Kröte enden.
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