Durch die 23:25-Niederlage im Saisonfinale der Handball-Bezirksoberliga bei Flügelrad Nürnberg hat die SG Kernfranken die Rückkehr in die Oberliga verpasst. Für Trainerin Cordula Wedrich war es dennoch keine verkorkste Saison.
Mit Aufstiegsendspielen kennen sich die Kernfranken aus. 2023 fehlte ein einziges Tor zum Aufstieg. 2024 klappte der Sprung in die Oberliga und nun stand man erneut wieder ganz dicht davor. In der unfassbar lauten Halle am Finkenbrunn trat Julian Neubauer zwei Minuten vor Schluss zum Siebenmeter an – und traf die Latte. Statt mit zwei Toren in Führung zu liegen, kassierte die SGK 30 Sekunden später den Ausgleich.
Uns hat einfach das Quäntchen Glück gefehlt.
„Wir haben ein gutes letztes Spiel gezeigt. Uns hat einfach das Quäntchen Glück gefehlt”, resümiert Wedrich nach dem nervenaufreibenden Saisonfinale. Die Enttäuschung über den so knapp verpassten Aufstieg wollen die Kernfranken in Motivation für die neue Saison umsetzen. „Das Team bleibt zusammen und gemeinsam greifen wir nächste Saison neu an”, sagt Wedrich, die dann in ihr achtes Trainerjahr bei den Kernfranken geht. Das eine Jahr in der Oberliga hat die Lust auf höherklassigen Handball in Heilsbronn nicht gestillt.
Das Gastspiel in Nürnberg war ein richtiges Endspiel um den Aufstieg, wobei den Gästen bereits ein Unentschieden zum Titel gereicht hätte. Vier 2-Minuten-Strafen und eine berechtigte Rote Karte gegen Gästespieler Adrian Merkel prägten die erste Viertelstunde.
Zu diesem Zeitpunkt lag Kernfranken mit 7:4 in Führung. Zur Pause betrug der Vorsprung noch zwei Tore (13:11). Zehn Minuten ohne Tor der SG führten dazu, dass aus einer 16:13-Führung ein 16:18-Rückstand wurde. Diesem Rückstand lief die SG bis zur 54. Minute hinterher, ehe der erneute Ausgleich gelang.
Fünf Minuten vor dem Ende lag Kernfranken sogar mit einem Tor in Führung. Allerdings war der Treffer von Daniel Stützer zum 23:22 bereits der letzte der Gäste in diesem Spiel. 50 Sekunden vor Schluss stand es 24:23 für den ESV. Kernfranken blieb noch ein letzter Angriff, der jedoch verpuffte. Ein Tempogegenstoß samt Siebenmeter für den ESV führte zum Endstand.
Kleinigkeiten haben das Spiel entschieden. Ein bitteres Ergebnis für die SG, die in den entscheidenden Momenten zu viele Fehler machte.
Jonas Wenzlik war mit 132 Toren der beste Werfer der Kernfranken diese Saison und der zweitbeste Schütze der Liga hinter Pierre-Mathis Debrassine vom TV Gunzenhausen (154 Tore). In der SGK-Torjägerliste folgen Daniel Stützer (88 Treffer) und Benjamin Mayer (59).
Tore SG Kernfranken: Merkel (1), Stützer (5), Neubauer (5/1), Benjamin Schmidt (2), Vogel (3), Wenzlik (5/2), Miethsam (1), Bruckner (1).