Senior entgeht in Dinkelsbühl knapp Betrügerin mit perfider Polizistin-Masche | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.04.2026 10:13

Senior entgeht in Dinkelsbühl knapp Betrügerin mit perfider Polizistin-Masche

Der Senior hatte bereits sein Erspartes für die Übergabe bereitgelegt. (Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
Der Senior hatte bereits sein Erspartes für die Übergabe bereitgelegt. (Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
Der Senior hatte bereits sein Erspartes für die Übergabe bereitgelegt. (Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Er hatte sein Erspartes schon zurechtgelegt, dann kamen ihm Zweifel: Ein Senior ist in Dinkelsbühl beinahe Opfer eines perfiden Betrugs geworden, wurde aber noch rechtzeitig misstrauisch. Das berichtet die Polizei.

Der Rentner hatte am Freitagmittag einen Anruf einer Frau erhalten, die sich als Polizistin ausgab. Laut ihrer Behauptung sei sein Name in den Unterlagen einer ausgehobenen Einbrecherbande gefunden worden. Um sein Gold und Bargeld zu schützen, müsse die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth dieses „registrieren” und vor flüchtigen Mitgliedern der Bande gesichert werden.

Falsche Polizistin wollte das Bargeld an der Haustür abholen

Die Anruferin bot an, die Gegenstände direkt an der Haustür abzuholen. Darauf ließ sich der Mann zunächst ein, wurde aber später misstrauisch. Er informierte Nachbarn und seine Tochter. Als die Betrügerin erneut anrief, beendete der Senior unmittelbar das Gespräch, während die Tochter die Polizei informierte. Eine Übergabe konnte so verhindert werden. Die Identität der Betrügenden ist unbekannt.

Mit verschiedenen Maschen versuchen Betrügerinnen und Betrüger am Telefon, andere um ihr Geld zu bringen. (Symbolbild: Jim Albright)
Mit verschiedenen Maschen versuchen Betrügerinnen und Betrüger am Telefon, andere um ihr Geld zu bringen. (Symbolbild: Jim Albright)

Weitere Version der Schockanrufe: Die Frage nach dem lebensrettenden Medikament

Unter dem Vorwand, dass ihre Tochter ein Mittel gegen Darmkrebs benötigt, wurde eine Frau aus Leutershausen bedrängt. Zu einer Geldübergabe kam es nicht.

Die Polizei warnt vor der Masche und weist darauf hin, dass insbesondere Menschen ins Visier geraten können, die erst kürzlich einen Trauerfall zu bewältigen hatten. Sie sind dadurch häufig alleinstehend und emotional aufgewühlt. Im Fall des Seniors war im vergangenen Monat die Ehefrau verstorben.

So durchschauen Sie „falsche Polizisten”

Folgende Hinweise gibt die Polizei zur Prävention:

  • Niemals auf telefonische Bitten, Bargeld oder Wertsachen „registrieren” oder „sichern” zu lassen, eingehen. Die echte Polizei tätigt solche Anrufe nicht.
  • Niemals Geld oder Schmuck an Unbekannte übergeben
  • Mit Eltern und Großeltern über die Betrugsmaschen sprechen, um diese zu sensibilisieren


Johannes Hirschlach
Johannes Hirschlach
Redakteur für Digitales
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