Erneut hatte der Aeroclub Ansbach Pech mit den Wetterbedingungen. Nach dem 21. Platz in der letzten Runde ist das Team in der Gesamtwertung der Segelflug-Bundesliga nun auf Rang 19 abgerutscht.
So angenehm der Frühsommer und die warmen Temperaturen sind, zum Segelfliegen taugt eine solche Luftmasse nicht besonders. Die Meteorologen nennen sie „stabil“. Dies bedeutet, es entsteht wenig bis keine thermische Umwälzung, und es gibt allenfalls schwache Aufwinde. Der erste Wertungstag war deswegen ein „Nuller“, für den Aeroclub waren keine Wertungsflüge möglich.
Am zweiten Tag lagen die thermisch guten Gebiete im Erzgebirge und in Tschechien. Mit großer fliegerischer Anstrengung gelang es dem Team Dr. Wolfgang Müller und Thomas Schwanitz, eine Aufgabe mit einer Route nach Tschechien zu fliegen. Die Heimkehr ohne Motorhilfe war zwar reine Glückssache, konnte aber gemeistert werden. Auch Bernd Schober flog vom Flugplatz Ansbach-Petersdorf aus in die Wertung.
Bei der vom 28. Mai bis 9. Juni in Bayreuth ausgetragenen Deutschen Meisterschaft nutzten Dr. Thomas Kuhn und Jürgen Schuster den dort angesetzten Trainingstag, um ihre Flüge in die Wertung einzubringen. Dennoch reichte es für die Ansbacher nur für Rundenplatz 21, ein Abrutschen auf Rang 19 in der Gesamtwertung war die Folge.
„Die Moral ist dennoch ungebrochen und mit etwas Wetterglück kann es auch rasch wieder nach vorn gehen“, bleibt man beim Aeroclub zuversichtlich. Am ersten Wertungstag der Deutschen Meisterschaft landeten Kuhn (377,12 km) und Schuster (376,98 km) in der 18-m-Klasse auf dem 30. Platz von 39 Startern.