Schutzheiliger Sankt Georg hat wieder seinen Platz in Geckenheim | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 23.10.2024 22:15

Schutzheiliger Sankt Georg hat wieder seinen Platz in Geckenheim

Am Kirchweihsonntag wurde das neue Bild des Schutzpatrons Sankt Georg in der Geckenheimer Kirche eingeweiht. Otto Rückert hat es anfertigen lassen und gespendet. (Foto: Gudrun Trabert)
Am Kirchweihsonntag wurde das neue Bild des Schutzpatrons Sankt Georg in der Geckenheimer Kirche eingeweiht. Otto Rückert hat es anfertigen lassen und gespendet. (Foto: Gudrun Trabert)
Am Kirchweihsonntag wurde das neue Bild des Schutzpatrons Sankt Georg in der Geckenheimer Kirche eingeweiht. Otto Rückert hat es anfertigen lassen und gespendet. (Foto: Gudrun Trabert)

St. Johannis, St. Ursula und Wendelin, St. Maria Magdalena, St. Peter und Paul... Nahezu alle Kirchen in der Region haben Namen, die sich auf Heilige oder auf bedeutende Personen des christlichen Glaubens beziehen. So auch Geckenheim.

326 Jahre lang gab es kein Bild des Namensgebers Sankt Georg in der Geckenheimer Kirche. Einer Spende von Otto Rückert ist es zu verdanken, dass der Heilige im Gotteshaus nun wieder sichtbar ist.

Bis 1698 gab es auch ein Bild

Die Kirche ist nach Sankt Georg, dem Schutzheiligen der Reiter, Ritter, Bauern, Sattler, Schmiede und des Viehs – besonders der Pferde – benannt. Bis 1698 gab es auch ein Bild von ihm in der Kirche. Im Zuge von damaligen Umbauarbeiten wurde es entfernt.

Dass Sankt Georg jetzt wieder einen Platz in der Kirche bekommen hat, daran ist auch Dekan Max von Egidy nicht ganz unschuldig.

Bei einem Gottesdienst bemerkt

Am Kirchweihsonntag, genau vor zwei Jahren, als von Egidy als neuer Uffenheimer Dekan den Gottesdienst in Geckenheim hielt, bemerkte er, dass in der Kirche gar kein Bild des Patrons zu finden sei. Dem Hobby-Heimatkundler Otto Rückert ließ dies keine Ruhe und er beschloss, dass Sankt Georg in der Kirche wieder sichtbar sein solle.

Das könnte Sie auch interessieren
Geld und Arbeit: Wie die „Quastler” sich um die „Tafel” verdient gemacht habenDie Bürgerstiftung Herrieden unterstützt ehrenamtliches Engagement in der StadtRegionale Hilfstransporter fahren monatlich ins KriegsgebietTheaterprojekt, Schule und Frauenhaus: Ansbachs Kinder- und Jugendstiftung hilftLichtenauer Motorradfahrer engagiert sich für ein Kinderhospiz: So kann man helfenDank einer Spende eines Mitgliedes: Neue Anzeigetafel für den TSC NeuendettelsauWie Christbäume aus Leutershausen ein Fußballfeld in Uganda finanzierenErfolgsmodell in Heilsbronn: Bläserklassenprojekt geht in die dritte RundeEin Zeichen der Nächstenliebe: Ansbacher Platen-Gymnasium lud zu Challenges einMusikverein Großenried: Großzügige Spende für Wassertrüdinger Christa-Maria-StiftGewinner von 25.000 Euro Auto im Neustädter Lions-Kalender noch nicht gefundenAnsbacher Schlaganfall-Helferinnen und -Helfer sind Vorbild für ganz DeutschlandLichterfahrt in Neustadt: Der Erlös geht an den HospizvereinElbersrother Krippenspiel begeistert Hunderte Besuchende mit starker Botschaft„Zuspruch war Bombe”: So lief der etwas andere Weihnachtsmarkt in Feuchtwangen

So begann er mit der Recherche, besuchte verschiedene andere Sankt-Georg-Kirchen und forstete das Gemeindearchiv durch. Er fand Abbildungen auf alten Pfarramtssiegeln und auch den Hinweis, dass St. Georg 1937 als Gemeindewappen genehmigt wurde.

Aus hochwertigem Edelmetall

Und so wie im Wappen, so stellte sich Otto Rückert das neue Bild in der Kirche vor. Anfertigen ließ er es aus hochwertigem Edelmetall in Lasertechnik. Zu sehen ist auf dem Bild Sankt Georg zu Pferd mit einer Lanze in der rechten Hand. Zu Füßen der Drache, den er getötet hat.

Laut einer Legende kam Georg als Ritter in das Land Libyen zur Stadt Silena. Dort hatte sich in einem großen See ein giftiger Drache festgesetzt, der alles mit seinem Gifthauch verpestete. Um ihn vor der Stadt abzuhalten, opferten ihm die Bürger täglich zwei Schafe.

Georg tötete den Drachen und befreite die Stadt

Als keine mehr zur Verfügung standen, brachte man dem Ungeheuer Menschenopfer. Als auch das Kind des Königs geopfert werden sollte, tötete Georg den Drachen und befreite so die Stadt vom Bösen. Georg war ein gläubiger Christ und starb den Überlieferungen zufolge im Alter von nur 22 Jahren im Zuge der Christenverfolgungen den Märtyrertod.

Enthüllt wurde das St.-Georg-Bild im Anschluss an den Kirchweihgottesdienst. Das Bild ist zwischen Altar und Patronatsgestühl angebracht und für die Gottesdienstbesucher gut sichtbar. Für Otto Rückert, der mit zweitem Namen Georg heißt, ist die Spende auch ein persönlicher Dank, dass seine Familie vor zwei Jahren während eines Brandes auf dem Nachbaranwesen beschützt und behütet geblieben ist.


Von Gudrun Trabert
north