Schüler gedenken in Feuchtwangen der Opfer der NS-Pogromnacht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.11.2024 17:50

Schüler gedenken in Feuchtwangen der Opfer der NS-Pogromnacht

Am Standort der früheren Synagoge in Feuchtwangen riefen die Jugendlichen zusammen mit ihren Lehrkräften die schrecklichen Geschehnisse in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ins Gedächtnis und mahnten zu Toleranz. (Foto: Erich Herrmann)
Am Standort der früheren Synagoge in Feuchtwangen riefen die Jugendlichen zusammen mit ihren Lehrkräften die schrecklichen Geschehnisse in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ins Gedächtnis und mahnten zu Toleranz. (Foto: Erich Herrmann)
Am Standort der früheren Synagoge in Feuchtwangen riefen die Jugendlichen zusammen mit ihren Lehrkräften die schrecklichen Geschehnisse in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ins Gedächtnis und mahnten zu Toleranz. (Foto: Erich Herrmann)

Das Gedenken an die Opfer der NS-Pogromnacht im Jahr 1938 haben in diesem Jahr in Feuchtwangen Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrkräfte des Gymnasiums gestaltet.

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen. Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben“, betonten die Mitwirkenden bei der Feier am Standort der ehemaligen Synagoge in der Museumsstraße. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 hatten im Deutschen Reich die Synagogen gebrannt. Schlägertrupps des Nazi-Regimes misshandelten und töteten Menschen jüdischen Glaubens.

„Wir erinnern an die Vergangenheit, um die Zukunft zu verbessern”

Eine Steintafel am Fränkischen Museum erinnert daran, dass auch in Feuchtwangen einst Juden gelebt haben. „Lasst uns dies nicht vergessen und daraus lernen“, hoben die Jugendlichen bei der Gedenkfeier hervor. So etwas Schreckliches dürfe nicht wieder passieren. Man wolle an die Schrecken und das Unrecht erinnern sowie an das reiche jüdische Leben, dass es in Feuchtwangen zuvor gegeben hatte.

Hierzu intonierten die Jugendlichen zusammen mit den beiden Lehrkräften Daniela Leder-Groß und Achim Lauter die jüdischen Friedensgrüße „Shalom Chaverim“ und „Hevenu shalom aleichem“.

Die Texte hatten die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten mit Lehrerin Ulrike Wild ausgearbeitet. Die Botschaft der jungen Leute lautete: „Wir erinnern an die Vergangenheit, um die Zukunft zu verbessern. Wir wünschen uns eine Gesellschaft, die miteinander lebt und nicht gegeneinander kämpft.“ Die Menschen sollten sich nicht nur auf das eigene Wohl und den eigenen Vorteil beschränken, so der Wunsch der jungen Leute. Vielmehr sollten gegenseitige Akzeptanz und gegenseitiges Engagement im Vordergrund stehen. Für Neid und Missgunst dürfe es keinen Raum geben. Anschließend folgten die Lieder „Lomir singen dort un dort“ sowie „Hava nagila“.

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9. November als Gedenken an die Pogromnacht

Der 9. November sei nicht nur der Gedenktag an die Pogromnacht, sondern auch ein Gedenktag für mehr Toleranz, Offenheit und mehr Respekt untereinander, erinnerte Ruth Reuter seitens des Evangelischen Forums Westmittelfranken. Gleichzeitig dankte sie den jungen Akteuren und der Pädagogin Ulrike Wild für deren mutige Worte sowie den Musikern für die Umrahmung der Feier. An der Veranstaltung hatten rund 80 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen.


Von Erich Herrmann
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