Schnee-Chaos auf den Straßen: Knapp 30 Glätteunfälle im Landkreis Ansbach | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.02.2026 09:15, aktualisiert am 20.02.2026 15:56

Schnee-Chaos auf den Straßen: Knapp 30 Glätteunfälle im Landkreis Ansbach

Wegen der Glätte auf den Straßen ist es im Landkreis Ansbach zu vielen Unfällen gekommen. (Symbolbild: Daniel Vogl/dpa)
Wegen der Glätte auf den Straßen ist es im Landkreis Ansbach zu vielen Unfällen gekommen. (Symbolbild: Daniel Vogl/dpa)
Wegen der Glätte auf den Straßen ist es im Landkreis Ansbach zu vielen Unfällen gekommen. (Symbolbild: Daniel Vogl/dpa)

Nach dem ersten Schneefall in der Nacht auf Donnerstag ließen die Glätte bedingten Unfälle nicht lange auf sich warten. Die Polizeiinspektionen im Landkreis Ansbach melden mehrere Vorfälle auf den Straßen.

Im Rothenburger Raum ereignete sich der erste witterungsbedingte Unfall gegen 6.20 Uhr am Donnerstag. Eine 76-Jährige war mit ihrem Auto auf der Staatsstraße 2246 von Altengreuth in Richtung Leutershausen unterwegs. In einer Linkskurve ist sie von der glatten Fahrbahn abgekommen, so die Pressemitteilung der Inspektion. Die Frau sei mit einem Granitstein, der am rechten Fahrbahnrand stand, kollidiert. Den Sachschaden schätzen die Rothenburger Beamten auf etwa 6000 Euro.

Eine 22-Jährige verlor um kurz nach 7 Uhr die Kontrolle über ihr Auto. Sie rutsche auf der Staatsstraße 2268 von Rothenburg kommend in Fahrtrichtung Detwang gegen einen Bordstein, berichtet die Polizei weiter. Durch den Aufprall seien die Reifen beschädigt worden. Deshalb musste das Fahrzeug abgeschleppt werden. Den Schaden geben die Beamten mit circa 500 Euro an.

Fehlende Winterreifen auf der A6

Das Winterwetter hielt die Streifen auf Trab: Nur 20 Minuten später ereignete sich auf der Staatsstraße 2419 der nächste Unfall wegen Glätte. Auf der Höhe von Ohrenbach geriet eine 43-Jährige mit ihrem Auto ins Schleudern und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Schaden beträgt laut Polizeibericht circa 1000 Euro. Alle Beteiligten der drei Unfälle blieben unverletzt.

Im Zuständigkeitsbereich der Verkehrspolizei Ansbach kam es ebenfalls zu mehreren Einsätzen. Bei starkem Schneefall und glatter Fahrbahn hat ein 61-jähriger Fahrer sein Auto der Marke Bmw auf der Autobahn 6 bei Schnelldorf nicht mehr im Griff gehabt, berichtet die VPI. Der Mann fuhr in Richtung Heilbronn, als er mit seinem Fahrzeug ins Schleudern geriet und gegen die Außenschutzplanke prallte.

Die Beamten stellten fest: Auf dem Auto des 61-Jährigen waren Sommerreifen montiert. Deshalb habe er eine Sicherheitsleistung im dreistelligen Bereich hinterlegen müssen. Der Mann durfte außerdem nicht mehr weiterfahren. Der Schaden wird auf etwa 4000 Euro geschätzt.

Im Raum um Neustadt/Aisch gab es am Dienstag vier Unfälle durch eisglatte Straßen. (Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Unfälle durch Glätte im Raum Neustadt/Aisch: Eine Verletzte und hoher Sachschaden

Vier Unfälle an einem Tag: In Emskirchen, Oberscheinfeld, Baudenbach und Scheinfeld rutschten Fahrzeuge von der Straße – eine 65-Jährige wurde leicht verletzt.

Leichtverletzter an der B14 bei Ansbach

Im nachfolgenden Verkehr sei es auf der A6 noch zu einem Auffahrunfall zwischen zwei Lastwagen gekommen. Ein 48-jähriger Fahrer musste wegen des Unfalls des Bmw-Fahrers bremsen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Wegen eines zu geringen Sicherheitsabstandes ist ein Lkw-Fahrer auf den Sattelzug des 48-Jährigen aufgefahren. Laut VPI entstand ein Schaden in Höhe von etwa 20.000 Euro. Ansonsten ist es auf der Autobahn noch zu zwei kleineren Unfällen gekommen, so die Mitteilung. Grund hierfür sei nicht angepasste Geschwindigkeit.

Ganze 15 Unfälle vermeldet die Polizeiinspektion Ansbach in ihrem Bericht am Freitag. Dabei sei es überwiegend bei Blechschäden geblieben, außer im Bereich der Bundesstraße 14. Nahe des Soldatenweihers kam es gegen 17.10 Uhr zu einem Unfall, bei dem sich ein Mann am Arm verletzte.

Insgesamt 14 Unfälle hatte die Feuchtwanger Polizei am Donnerstag zu bearbeiten – elf davon wegen des Schneefalls. Laut dem Pressebericht wurden nur zwei Personen leicht verletzt. Die Schadensbilanz wird mit circa 28.000 Euro angegeben.

Zwischen 7 und 10 Uhr musste sich die Polizeiinspektion Dinkelsbühl um sechs Unfälle kümmern. Dabei haben sich die beteiligten Personen überwiegend leichte oder keine Verletzungen zugezogen, heißt es im Bericht. Mehrere Fahrzeuge seien teils erheblich beschädigt worden. Ein 34-Jähriger hat sich mit seinem Fahrzeug sogar im angrenzenden Feld überschlagen, nachdem er von der Kreisstraße bei Hohenschwärz in einer Rechtskurve abgekommen war. Der Fahrer habe über Kopfschmerzen geklagt und begab sich in ärztliche Behandlung. An seinem Fahrzeug entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von 5000 Euro.

Weitere Unfälle im Gebiet der Polizeiinspektion Heilsbronn.

Am Donnerstag hat es auch im Dienstbereich der Polizeiinspektion Heilsbronn eine Reihe von Unfällen auf glatten Straßen gegeben – darunter auch zwei Unfallfluchten. Laut der PI Heilsbronn betraf das unter anderem die Orte Lichtenau, Windsbach, Heilsbronn und Neuendettelsau; verletzt wurde dabei nur eine Person leicht.

In Lichtenau kam es morgens gegen 8.30 Uhr zu einem Auffahrunfall an der Ampel der Staatsstraße 2223: Ein 22-Jähriger rutschte mit seinem Pkw auf schneebedeckter Fahrbahn auf das vor ihm wartende Auto eines 40-Jährigen. Verletzt wurde niemand, den Schaden schätzt die Polizei auf rund 9000 Euro.

Am Abend krachte es in Windsbach am Fohlenhof: Ein 20-Jähriger verlor gegen 22 Uhr die Kontrolle über seinen Wagen, prallte gegen die Pfosten eines Metalltores und anschließend gegen eine Betonmauer. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen im Gesichtsbereich und suchte später selbstständig ärztliche Hilfe. Die beiden Mitinsassen blieben unverletzt. Am Auto entstand laut Polizei ein Schaden von mindestens 4000 Euro, es musste abgeschleppt werden; die Schäden an Mauer und Torpfosten stehen noch nicht fest.

Zwei Unfallfluchten meldet die Polizei ebenfalls: Gegen 8 Uhr musste ein 25-jähriger Lkw-Fahrer am Kreisverkehr der Staatsstraße 2410 in Heilsbronn stark bremsen, weil ihm ein Fahrzeug auf seiner Spur entgegenkam. Der Lkw rutschte von der Fahrbahn, die Fahrzeuge berührten sich nicht – der Wagen fuhr jedoch weiter. Der Sattelzug musste per Autokran geborgen werden, der Schaden liegt bei mindestens 10.000 Euro, die Straße war mehrere Stunden gesperrt. Zwischen 18 und 19 Uhr stellte zudem eine Fahrerin in Neuendettelsau am Kohlschlag Schäden an ihrem geparkten Dacia fest: Beide linke Türen waren eingedellt, die Polizei geht von einem Unfall aus. Der Schaden liegt bei etwa 4000 Euro.


Luca Paul
Luca Paul
Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach
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