Schlittschuhlaufen in Rothenburg: Eiswiese als Standort für immer passé? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 21.01.2025 18:10

Schlittschuhlaufen in Rothenburg: Eiswiese als Standort für immer passé?

Größer wird die Eisfläche auf der Eiswiese diesen Winter wohl nicht mehr werden. Sie bleibt grün – und Schlittschuhlaufen ist nicht möglich. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Größer wird die Eisfläche auf der Eiswiese diesen Winter wohl nicht mehr werden. Sie bleibt grün – und Schlittschuhlaufen ist nicht möglich. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Größer wird die Eisfläche auf der Eiswiese diesen Winter wohl nicht mehr werden. Sie bleibt grün – und Schlittschuhlaufen ist nicht möglich. (Foto: Clarissa Kleinschrot)

Die traurige Nachricht überbrachte Stadtbaudirektor Michael Knappe in der Rothenburger Stadtratssitzung unter dem Punkt Bekanntgaben: Diesen Winter wird Schlittschuhlaufen auf der Eiswiese nicht möglich sein. Sie wurde gar nicht geflutet. Das hat seinen Grund.

„Weniger schön“, meinte der Stadtbaudirektor zu Beginn seiner Ausführungen, aber: „Wichtig, dass man es mal der Öffentlichkeit sagt: Die Eiswiese wird heuer nicht geflutet.“ Er erklärte im Sitzungssaal des Rathauses, dass die Wiese ihr Wasser nicht aus der Tauber erhalte, sondern „durch den Mühlbach“. Dieser ist ihm zufolge ein privater Bach und im Winter mittlerweile „oft zu“, weil es sonst Probleme für die Anliegenden geben könnte – Stichwort zu viel Wasser und entsprechend Hochwasser in den Gebäuden oder im Hof. Deshalb werde der Mühlbach oft „abgeschiebert“, also quasi zugemacht.

Ohne Mühlbach gibt's kein Wasser für die Eiswiese

Das hat zur Folge, dass die Eiswiese nicht geflutet werden kann. Denn: Eine Voraussetzung für stabiles Eis auf der Wiese ist Knappe zufolge fließendes Wasser, was eben aber nicht mehr gegeben sei. Die Gefahr: Wenn unter einer Eisschicht kein fließendes Wasser sei, das vorhandene Wasser versickere und keines nachkomme, dann bestehe die Gefahr, dass die Fläche unter dem Eis „hohl fällt“ und „dann brechen die Leute, die drauf fahren, ein.“ Geheimnisvoll beendete der Stadtbaudirektor seine Ausführung mit dem folgenden Satz: „Wir machen uns aber andere Gedanken.“

Stadträtin Silke Sagmeister-Eberlein erkundigte sich daraufhin nochmal nach Details und fragte auch, ob mit den Eigentümern des Mühlbachs gesprochen worden sei. Das bejahte Knappe und erklärte, dass die Stadt keine Chance hat, wenn die Eigentümer den Bach abschiebern wollen.


Wenn man eine Eisfläche will, muss man sich andere Gedanken machen.

Michael Knappe

Es sei auch keine Option, die Eiswiese einmal vollaufen zu lassen und dann wieder zuzumachen, „weil das Wasser unter der Eisschicht wegfließt“. Dann gebe es die hohlen Stellen, was schon passiert sei. „Das ist viel zu gefährlich“, meinte Knappe. Und: „Man kann es ja auch nicht jeden Tag überwachen.“ Er sagte ganz klar: „Das Thema Eiswiese wird mittelfristig nicht mehr funktionieren in der Form. Wenn man eine Eisfläche will, muss man sich andere Gedanken machen. Mehr sag' ich jetzt mal nicht.“

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