Schenkung an Fränkisches Museum Feuchtwangen: Claus-Sperling-Werke für Sammlung | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.12.2025 12:53

Schenkung an Fränkisches Museum Feuchtwangen: Claus-Sperling-Werke für Sammlung

Der zweite Vorsitzende des Vereins für Volkskunst und Volkskunde Feuchtwangen, dritter Bürgermeister Herbert Lindörfer (links), und Museumsleiterin Dr. Uta Karrer (rechts) freuen sich über die Schenkung von Eva und Klaus Legler aus München an das Fränkische Museum Feuchtwangen.  (Foto: Fränkisches Museum/Inge Köpplreiter)
Der zweite Vorsitzende des Vereins für Volkskunst und Volkskunde Feuchtwangen, dritter Bürgermeister Herbert Lindörfer (links), und Museumsleiterin Dr. Uta Karrer (rechts) freuen sich über die Schenkung von Eva und Klaus Legler aus München an das Fränkische Museum Feuchtwangen. (Foto: Fränkisches Museum/Inge Köpplreiter)
Der zweite Vorsitzende des Vereins für Volkskunst und Volkskunde Feuchtwangen, dritter Bürgermeister Herbert Lindörfer (links), und Museumsleiterin Dr. Uta Karrer (rechts) freuen sich über die Schenkung von Eva und Klaus Legler aus München an das Fränkische Museum Feuchtwangen. (Foto: Fränkisches Museum/Inge Köpplreiter)

14 Gemälde, Radierungen und Zeichnungen von Claus Sperling hat das Fränkische Museum in Feuchtwangen als Schenkung von Eva und Klaus Legler aus München erhalten.

Das künstlerische Werk von Claus Sperling (1890 bis 1971) bewegt sich zwischen Impressionismus und Neuer Sachlichkeit, schreibt Museumsleiterin Dr. Uta Karrer in einer Pressemitteilung. Der gebürtige Berliner Sperling studierte zwischen 1907 und1909 an der Hochschule für bildende Künste in Berlin sowie von 1909 bis 1913 an der Kunstakademie München.

Der malerisch am Wörnitzufer gelegene Feuchtwanger Stadtteil Larrieden wurde nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zum zentralen Wirkungsort des Künstlers. Der zuvor vom Impressionismus geprägte Künstler wandte sich nun der Neuen Sachlichkeit zu. Geprägt von den Werken Wilhelm Leibls und Hans Thomas setzte er sich intensiv mit der dörflichen Umgebung und ihrer Kulturlandschaft, den Menschen und Tieren auseinander. Beispiel für diese Schaffensperiode Sperlings ist laut Karrer das Gemälde „Fränkische Landschaft mit Schäferkarren”.

1925 zog Claus Sperling mit seiner Ehefrau nach Berlin. Hier begann eine weitere Schaffensperiode. Die nun im Fokus stehenden Tierdarstellungen zeigen Bezüge zum Werk Franz Marcs. Häufig porträtierte Sperling die Tiere schlafend, wie in dem Gemälde „Schlafendes Schaf”. Die Entstehung dieser Werke falle in eine Zeit tiefer gesellschaftlicher Umbrüche. In diesem Kontext eröffneten die Gemälde Deutungsräume zwischen Zerbrechlichkeit und der Sehnsucht nach Geborgenheit und Frieden, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Vom Künstler zum Pfarrer

Um 1930 gab Sperling seinem Leben eine Wendung: Er wandte sich von der Kunst ab und studierte Theologie. Als Pfarrer und Mitglied der Bekennenden Kirche leistete er öffentlichen Widerstand gegen den nationalsozialistischen Unrechtsstaat. In der Folge wurde er 1937 unrechtmäßig inhaftiert.

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Das Fränkische Museum Feuchtwangen sei sehr dankbar für die Schenkung „der einzigartigen Werke” des Künstlers und Pfarrers der Bekennenden Kirche Claus Sperling, betont Karrer. Die Schenkung sei eine „bedeutende Erweiterung der bestehenden Sammlungsbestände”.

Der Vorsitzende des Vereins für Volkskunst und Volkskunde, Bürgermeister Patrick Ruh, hebt in der Pressemitteilung den künstlerischen Wert der Gemälde hervor. In seinem Büro im Rathaus betrachte er täglich das dort hängende Gemälde eines seiner Amtsvorgängers von Claus Sperling. Der zweite Vorsitzende des Vereins, dritter Bürgermeister Herbert Lindörfer, betont: „Die Werke von Claus Sperling sind eine tolle Bereicherung für das Fränkische Museum in Feuchtwangen. Sie spiegeln ein ganz besonderes Stück Stadtgeschichte wider.”

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