Um Mord, Diebstahl und Unzucht dreht sich „Vino mortis“, inszeniert von der Studiobühne der Scheinfelder Passionsspielgemeinschaft. Und um gutes Essen. Denn das Stück wird als Krimi-Dinner aufgeführt. Ein doppelter Genuss also für die Zuschauer.
Alle dürfen mitraten: Wer ist dieser hinterhältige Giftmörder? In ihrem Programmflyer finden die Gäste einen Zettel, auf dem sie sich Notizen machen und am Ende einen Tipp abgeben können. Unter den richtigen Ratern werden zwei Flaschen Kloster-Eberbach-Wein verlost, sehr zur Freude der Gewinner.
„Kloster Eberbach“ ist der fiktive Ort des Geschehens bei dieser Krimikomödie in fünf Akten. Zwischen jedem Akt gibt es einen Teil des Abendmenüs. Die Rückmeldung der Theatergäste ist positiv. Ein tolles, flottes Stück, das von den Akteuren mit viel Leidenschaft und Können dargeboten wird und auch noch Köstlichkeiten auf den Teller bringt.
Die Handlung in Kürze: Mutter Oberin Lukretia (Evi Hofmann) kommt zur Neuwahl einer Äbtissin ins Kloster Eberbach nach Weinfranken, wo fünf Schwestern – gemimt von Elvira Amtmann, Monika Finster, Helga Haupert-Mergenhagen, Tanja Jordan und Angelika Teufel und die junge Novizin Johanna (Katja Heinlein) leben.
Die neue Chefin soll Schwester Florentina werden; die Festmesse zu ihrer Amtseinführung ist vorbereitet und aus dem benachbarten Männerkloster sind als Gäste Abt Thomas (Steve Sträßer) und der neu einzuführende Prior Lukullus (Max Wechsler) angereist. Kaum hat Florentina ihren Becher Messwein geleert sinkt sie tot dahin – vergiftet.
Zum aufwühlenden Geschehen gesellt sich das Gerücht, der Abt habe ein Liebesverhältnis zu Florentina gehabt, sei von ihr aber nach der Wahl zur Oberin zurückgewiesen worden. Auf den Abt hat zudem die laszive Schwester Cäcilia ein Auge geworfen, Schwester Latitia streut derweil geschickt Lügen und Schwester Gracia plagen Gewissensbisse wegen einer begangenen Geldunterschlagung. Und dann ist da auch noch die merkwürdige Novizin, die in Rätseln redet. Die Nonnen giften sich heftig an, immer tiefere Abgründe tun sich auf. Und plötzlich fällt auch Abt Thomas, als er verkündet, er kenne den Mörder, vergiftet aus dem Chorgestühl.
Die kunstvolle Kulisse lässt die Zuschauer eintauchen in die Welt des Klosterlebens. Stefan und Felix Jordan setzen die Darsteller ins rechte Licht, und Regisseur Andreas Satzinger freut sich sichtlich über die ersten beiden Vorstellungen in den Steinach-Stuben in Münchsteinach.
Die Spieltermine am Freitag, Samstag und Sonntag in der Gaststätte „Karpatenwelten“ in Schnodsenbach sind ausverkauft. Weitere Aufführungen sind geplant im Sommer zum Schwarzenbergtag im Elisabethhof von Kloster Schwarzenberg.