Scheinfelder Jugendtheatergruppe zeigt neues Stück auf Schloss Schwarzenberg | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.07.2025 11:48

Scheinfelder Jugendtheatergruppe zeigt neues Stück auf Schloss Schwarzenberg

Die jungen „Smash“-Akteure proben fleißig für ihre Aufführungen am kommenden Wochenende auf dem Schlossgelände. (Foto: Martina Hinkelmann)
Die jungen „Smash“-Akteure proben fleißig für ihre Aufführungen am kommenden Wochenende auf dem Schlossgelände. (Foto: Martina Hinkelmann)
Die jungen „Smash“-Akteure proben fleißig für ihre Aufführungen am kommenden Wochenende auf dem Schlossgelände. (Foto: Martina Hinkelmann)

Auf dem Gelände von Schloss Schwarzenberg nimmt am Wochenende – von Freitag bis Sonntag, 18. bis 20. Juli – die Jugendtheatergruppe „Smash“ der Passionsspielgemeinschaft Scheinfeld die Zuschauer mit auf eine Fantasiereise.

Gespielt wird „Weltenwanderer – Die Legende von der Kraft der Freundschaft“, ein Theaterstück, dessen Elemente sich die Jugendlichen selbst ausgedacht haben.

Manche der jungen Akteure sind seit der ersten Stunde der Theatergruppe dabei. Sie wurde von einem Workshop im Ferienprogramm der Stadt Scheinfeld vor zwei Jahren angestoßen. Auch damals hatten sich die Kinder eine Handlung – einen Krimi im Zirkus – ausdenken dürfen, die sie dann auf der Scheinfelder Kirchweih vorspielen durften.

Ein Konzept, das anscheinend gut ankam. Jedenfalls greift „Smash“ für seine aktuelle Produktion nun darauf zurück. Das Stück basiert auf den Ideen der jungen Schauspieler und Schauspielerinnen.

„Alle haben Ideen gesammelt“, berichteten Miriam Kuballa und Mona Kretzschmar. Sie sind nach eigener Aussage sowohl im echten Leben als auch im Stück – in ihren Rollen als Chantall (Miriam Kuballa) und Zeynep (Mona Kretzschmar) – als Freundinnen unzertrennlich.

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Auf der Bühne tun, was man im Leben nie täte

Allerdings sind die Charaktere ihrer Rollen durchaus andere als in der Realität. Im echten Leben haben Miriam und Mona mit Mobbing nichts am Hut. Im Stück hingegen spielen sie Mobberinnen. Dabei fasziniert Kuballa, „in der Rolle mal was zu machen, was man sonst nie machen würde“.

Begeistert über ihre Rollen

Entwickelt wurde die Handlung vom Regieteam Tanja Jordan, Max Wechsler, Sylvia Rückel und Steve Sträßer. Die Figuren wurden laut Jordan im Regieteam besprochen, wobei dabei darauf geachtet wurde, welches Kind welche Rolle ausfüllen kann oder möchte. Dies variiere je nach Alter oder Entwicklungsphase und natürlich auch nach Typ.

Über den Umstand, dass jeder eine Rolle bekommt, die zu ihm passt und alle gleich wichtig für das Stück sind, zeigten sich die Jugendlichen im Gespräch mit unserer Redaktion begeistert.

Mobbing auf dem Pausenhof

In der Inszenierung geht es laut der Vorinformation durch die Theatergruppe, um Paul (Felix Röder) einen ängstlichen Schüler, der in der großen Pause mal wieder von den drei Chefinnen des Pausenhofs gemobbt wird. Damit niemand sieht, wie ihm schon wieder die Tränen kommen, versteckt er sich dort, wo eigentlich kein Schüler hingehen darf. Was dann passiert, ist Stoff für Märchen und Legenden. Paul findet sich mitten in der Geschichte eines Helden wieder.

Neben den drei bereits genannten Akteuren spielen mit: Antonia Rückel (als Vampirprinzessin Lyanna von Fionor), Lena Gurt (Leibwächterin Brenda und Kobold Aurina), Sina Schroth (Vampirkönigin Fiona von Fionor), Valentina Deininger (Leibwächterin Grondra und Kobold Enya), Matilda Melchior (Magierin Elladan und sprechende Gurke „Gertrudes Beste“), Maximilian Sträßer (Magier Firion und sprechende Gurke „Duke of Felinor“), Julian Jordan (Gärtner Morrigan und Kobold Trimm), Aila Rodamer (Gestaltwandlerin Laurin), Sandra Abu Azan (Elfe Aluna), Leon Keller (Elf Uldini) und Marie Lorz (Elfe Mayra) sowie Swea Ludwig (Zauberin Muriel Asrandal von Felinor).

Barbara Lendlein hilft als die bei der Passionsspielgemeinschaft bewährte Souffleuse bei Textunsicherheiten aus. Für funktionierende Technik sorgen Steve Sträßer, Felix Jordan und Stefan Jordan. Regie führen Tanja Jordan, May Wechsler, Uschi Iwantscheff, Kathrin Zwanzger und Sylvia Rückel. Beim Bühnenbau und im Hintergrund wird das Team von vielen Eltern unterstützt.

Kooperation mit Gymnasium

Am Sonntag steht zudem noch eine Besonderheit an: Da kooperieren Smash und die Theatergruppe des Gymnasiums (siehe Infokasten).

Die Smash-Aufführungen von „Weltenwanderer – Die Legende von der Kraft der Freundschaft“ beginnen am Freitag, Samstag und Sonntag, 18. bis 20. Juli, jeweils um 20 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr). Karten sind per E-Mail an psgkarten@gmail.com vorab erhältlich. Die empfohlene Altersgrenze ist ab acht Jahren.

Fünferlei Reisen

SCHEINFELD (anr) – Am Sonntag, 20. Juli, gibt es in Scheinfeld einen wirklich langen Jugendtheatertag. Denn die Theatergruppe des örtlichen Gymnasiums führt ihre Sommerproduktion „Zeit zu reisen“ auf. Dabei handelt es sich um fünf kleine Szenen rund um das Thema „Reisen“ im weitesten Sinn. Sie sind angelehnt an bekannte Werke der Weltliteratur: Der Zauberer von Oz (von Lyman Frank Baum), das Märchen „Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen“ (aus der Sammlung der Brüder Grimm), Gullivers Reisen (Jonathan Swift), Mord im Orientexpress (Agatha Christie) und Wilhelm Meisters Lehrjahre (Johann Wolfgang von Goethe). Auch hier haben die Schülerinnen und Schüler selbst Hand angelegt und ihre eigenen kleinen Versionen entwickelt. Zudem kann das Publikum auch selbst ein wenig mitspielen und die Handlung beeinflussen, ging aus einer Ankündigung hervor. Die jeweils kurzen Szenen werden ab 16.30 Uhr teils zeitgleich an verschiedenen Stellen des Gymnasiumsgeländes aufgeführt. Jede der Szenen wird fünfmal gespielt (die letzten Szenen beginnen um 18.35 Uhr). Die Zuschauer können die Reihenfolge nach eigenem Belieben wählen. Um die beiden Theaterprojekte miteinander zu verbinden, bietet die Oberstufe eine kleine kulinarische Reise vom Gymnasium zum Schloss an. Diese führt vom Gymnasium (mit italienischer Kost) über den evangelischen Jugendtreff an der Landwehrstraße 15 (mit Sushi) zum Fuß des Schlosses (mit American Style Diner) und von dort hoch zum Schloss zum Smash-Theater.


Von Martina Hinkelmann
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