Scheinfeld will für die Hallenbad-Sanierung die Sportmilliarde anzapfen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.12.2025 08:57

Scheinfeld will für die Hallenbad-Sanierung die Sportmilliarde anzapfen

Äußerlich hat das Scheinfelder Hallenbad vor wenigen Jahren bereits eine Auffrischung erfahren, und auch die Technik ist bereits erneuert. Doch etliche nötige und kostenträchtige Handgriffe stehen im Sanierungsprogramm noch aus. (Foto: Andreas Reum)
Äußerlich hat das Scheinfelder Hallenbad vor wenigen Jahren bereits eine Auffrischung erfahren, und auch die Technik ist bereits erneuert. Doch etliche nötige und kostenträchtige Handgriffe stehen im Sanierungsprogramm noch aus. (Foto: Andreas Reum)
Äußerlich hat das Scheinfelder Hallenbad vor wenigen Jahren bereits eine Auffrischung erfahren, und auch die Technik ist bereits erneuert. Doch etliche nötige und kostenträchtige Handgriffe stehen im Sanierungsprogramm noch aus. (Foto: Andreas Reum)

Der Bau der Ausbildungsstätte für die DLRG im Taubenfeld könnte sich für die Stadt nicht nur als Imagegewinn, sondern auch in barer Münze niederschlagen. Das ging aus den Ausführungen von Bürgermeister Claus Seifert in der Dezember-Stadtratssitzung hervor.

Die DLRG baut derzeit ein ehemaliges Einkaufszentrum zu ihrer Landesschule um, also zu einer bayernweiten Einrichtung. Das tut der Rettungsverband unter anderem deshalb ausgerechnet in Scheinfeld, weil dort fast ganzjährig Schwimmbetrieb möglich ist – im Sommerhalbjahr im Freibad, im Winterhalbjahr im Hallenbad.

Doch die Sanierung des Hallenbads ist noch nicht abgeschlossen. Vor ein paar Jahren wurde damit begonnen. Auf fünf bis sechs Millionen Euro waren – damals – die nötigen Investitionen veranschlagt worden, hieß es im Rat. Ungefähr die Hälfte der Maßnahmen ist schon über die Bühne, insbesondere ist die Technik bereits erneuert. Allerdings gehen Stadt und Stadtwerke offenbar davon aus, dass die weiteren Investitionen inflationsbedingt teurer werden.

Noch fehlende Maßnahmen summieren sich auf einen Millionenbetrag

Es fehlen etwa noch die Duschen, die Lüftung, die Wasserversorgung und die Umkleidekabinen, erläuterte Stadtwerkeleiter Helmut Wiesinger auf Nachfrage unserer Redaktion, also insgesamt auf jeden Fall eine Millionensumme. Für die ohnehin klamme Stadtkasse wird dies ein finanzieller Kraftakt. Doch schöpfte man nun im Rat Hoffnung, dass von der „Sportmilliarde”, die von der Bundesregierung in Aussicht gestellt wird, auch etwas in den Steigerwald fließt. Anlass zu dieser Spekulation gibt die DLRG.

Denn zu den Bedingungen für diesen Fördertopf gehört, dass es sich um „Sportstätten mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung” handeln muss, erläuterte Bürgermeister Claus Seifert. Und das sei mit einer Landesschule wohl gegeben, fand das Stadtoberhaupt. Eine weitere Bedingung – die der öffentlichen Nutzung – erfülle man ohnehin. Die Förderumfänge aus diesem Programm reichen von 250.000 Euro bis zu acht Millionen Euro, sagte Seifert, und das sei eine für Scheinfeld ideale Größenordnung.

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Einen weiteren Vorzug an diesem Zuschuss pries Seifert an: Die Förderung würde zusätzlich zu anderen Förderungen gewährt. Wenn Scheinfeld ins Programm aufgenommen würde, dann stünde somit eine Gesamtförderung von bis zu traumhaften 90 Prozent in Aussicht.

Zeitdruck für die erste Bewerbungsphase

Die Bewerbung für das Bundesprogramm läuft in zwei Phasen ab. Die Stadt muss bis zum 15. Januar eine Projektskizze samt dem Ratsbeschluss, dass man teilnehmen will, einreichen. Der Beschluss wurde sogleich einstimmig gefasst. Die Redner aller drei Ratsfraktionen signalisierten ihre Unterstützung. Nun ist die Verwaltung gefordert, die Unterlagen – trotz etlicher Feiertage – binnen knapp fünf Wochen zusammenzustellen. Wird Scheinfeld ausgewählt, dann folgt die zweite Phase, der eigentliche Zuwendungsantrag. Das bedeutet dann auch, dass die Stadt die auf sie entfallenden Kosten in den Haushaltsplan einstellen muss, erklärte Seifert.

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt”, meinte etwa der SPD-Fraktionssprecher Dominic Treuheit. Es gehe darum, die Qualität der Ausstattung und die Attraktivität des Bades hoch zu halten.

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