Scheinfeld: Erinnerungskoffer hilft bei der Vorbeugung gegen Demenz | FLZ.de

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Veröffentlicht am 30.08.2023 18:21

Scheinfeld: Erinnerungskoffer hilft bei der Vorbeugung gegen Demenz

Bettina Gundermann, Schulleiterin des Zentrums für Pflegeberufe NEA, öffnet einen Erinnerungskoffer. Dieser enthält Gegenstände von früher. Er wird im Unterricht zum Thema Demenz genutzt. (Foto: Josephine Mühlroth)
Bettina Gundermann, Schulleiterin des Zentrums für Pflegeberufe NEA, öffnet einen Erinnerungskoffer. Dieser enthält Gegenstände von früher. Er wird im Unterricht zum Thema Demenz genutzt. (Foto: Josephine Mühlroth)
Bettina Gundermann, Schulleiterin des Zentrums für Pflegeberufe NEA, öffnet einen Erinnerungskoffer. Dieser enthält Gegenstände von früher. Er wird im Unterricht zum Thema Demenz genutzt. (Foto: Josephine Mühlroth)

Vom 15. bis 24. September findet die Bayerische Demenzwoche statt. Bereits über 640 Veranstaltungen wurden auf der Webseite des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege eingetragen. Auch ein Video des Scheinfelder „Zentrums für Pflegeberufe NEA“ ist darunter.

Gedreht wurde es im Johann-Gramann-Haus. Andrea Fraaß, die die generalistische Ausbildung absolviert und Einrichtungsleiterin Julia Dennert klären zu „Zehn-Minuten-Aktivierungen“ auf. Das Video ist ab 15. September anlässlich der Bayerischen Demenzwoche auf der Webseite des Zentrums für Pflegeberufe NEA pflegeschule-nea.de zu sehen.

Verlust und Unruhe sind schwer zu ertragen

1,8 Millionen Menschen mit Demenz leben zurzeit in Deutschland, die Dunkelziffer nicht mit eingerechnet. Der Umgang mit den Symptomen der dementiellen Entwicklung wie den Verlust von Erinnerungen und der Unruhe ist alles andere als leicht für die betroffenen Menschen, ihre Angehörige sowie das Pflege- und Betreuungsfachpersonal.

Im Zentrum für Pflegeberufe NEA in Scheinfeld werden Pflegefachkräfte ausgebildet. Diese lernen die Krankheit Demenz aus verschiedenen Perspektiven kennen. Von erfahrenen Lehrkräften bekommen sie praxiserprobte Tipps zum Umgang und zu der angepassten Kommunikation mit den Pflegeempfängern beigebracht.

Im Rahmen von Workshops üben sie Gesprächstechniken wie die Validation, in der es um den Ausdruck von Wertschätzung geht. Dazu zählt auch der Erinnerungskoffer. Dieser enthält Gegenstände von früher, die eine emotionale Bedeutung haben, wie zum Beispiel eine Perlenkette. Diese anzufassen regt zum Erinnern und zum Erzählen an.

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Sprache und Gedächtnis werden trainiert

Es macht Spaß, es aktiviert den Geist und fördert die Sprache und die Gedächtnisleistung. Auch Seniorinnen und Senioren, die nicht an Demenz erkrankt sind, kommt der Erinnerungskoffer zugute. Positiv ist dabei, dass nach dieser Förderung etwa neun von zehn über 65-Jährige, circa acht von zehn der über 80-Jährigen und zwei Drittel der über 90-Jährige nicht dementiell erkranken.

Am Donnerstag, 21. September, ist der Welt-Alzheimertag – auch daran wird während der Demenzwoche erinnert. Das Risiko, im Alter Alzheimer zu bekommen, kann bis zu 60 Prozent herabgesetzt werden, wenn man auf eine gesunde Ernährung und körperliche Fitness Wert legt.


Von Josefine Mühlroth
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