Sanierung geplant: Scheinfelder Votivaltar aus dem 17. Jahrhundert | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.11.2025 13:45

Sanierung geplant: Scheinfelder Votivaltar aus dem 17. Jahrhundert

Der Votivaltar, der Ende des 17. Jahrhunderts aus Anlass der Errichtung des Schwarzen Turms gestiftet worden war, hatte seinen Standort zuletzt – bis 2015 – am alten Friedhof. Er soll saniert und auf der Wiese beim Johannessee wieder errichtet werden. (Foto: Stadtbauamt Scheinfeld)
Der Votivaltar, der Ende des 17. Jahrhunderts aus Anlass der Errichtung des Schwarzen Turms gestiftet worden war, hatte seinen Standort zuletzt – bis 2015 – am alten Friedhof. Er soll saniert und auf der Wiese beim Johannessee wieder errichtet werden. (Foto: Stadtbauamt Scheinfeld)
Der Votivaltar, der Ende des 17. Jahrhunderts aus Anlass der Errichtung des Schwarzen Turms gestiftet worden war, hatte seinen Standort zuletzt – bis 2015 – am alten Friedhof. Er soll saniert und auf der Wiese beim Johannessee wieder errichtet werden. (Foto: Stadtbauamt Scheinfeld)

Ein Scheinfelder Denkmal aus dem 17. Jahrhundert soll einen neuen Platz bekommen. Zuvor soll es jedoch saniert werden.

So wurde es nun in der Novembersitzung des Bauausschusses besprochen. Das Denkmal, ein Votivaltar, stand bis vor zehn Jahren am alten Friedhof, erläuterte Stadtbaumeister Hans Pongratz. Im Zuge einer Friedhofsmauersanierung wurde es damals abgebaut. Es lagert im Stadtbauhof, zwar überdacht, aber im Freien, berichtete Pongratz. Der Sandstein wirke mitgenommen.

Kein kirchliches Denkmal

Der Votivaltar ist kein kirchliches Denkmal, hieß es im Ausschuss. Er war zum Dank gestiftet worden, dass der Bau des Schwarzen Turmes – von April 1672 bis November 1674 – glücklich vollendet wurde, beziehungsweise wie es in der Inschrift heißt „klucklich vollendt”. Besagte Inschrift nennt einen Paulus Platz und dessen Frau, beziehungsweise „seiner lieben Hausfrawen Maria Catharina”, als den Stifter des Kunstwerks. Dieser stammte offenbar aus Graubünden und war „Schatzmeister zu Würzburg”, Werkmeister des Schwarzenberger Fürsten und als solcher offenbar mit dem Bau des Turms beauftragt.

Es gebe also einen unmittelbaren Bezug zum Schloss, führte Seifert aus. Der Votivaltar stand wohl früher an der Schwarzenberger Straße, was wegen der Blickachse zum Turm auch Sinn ergebe. Dass der Votivaltar dann irgendwann auf den alten Friedhof versetzt wurde, fand Bürgermeister Claus Seifert hingegen widersinnig. Als künftiger Standort ist nun eine Wiese am Fuße des Schlosses in Betracht gezogen, und zwar unterhalb des im Volksmund Johannessee genannten, auf historischen Karten als Schwanensee bezeichneten Weihers.

Gesamtkosten auf 16.000 Euro geschätzt

Zuvor soll das Denkmal aber aufgefrischt werden. Für die Sandsteinsanierung sind laut einem Steinmetzangebot knapp 14.000 Euro kalkuliert. Zudem braucht es ein Fundament und eine Überdachung, und eine Informationstafel soll mit aufgestellt werden. Insgesamt wurden im Bauausschuss die Kosten auf etwa 16.000 Euro veranschlagt.

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Die Stadt will dafür mehrere Geldquellen anzapfen. Zum einen steht in Aussicht, dass der in Auflösung befindliche Museumsverein Schwarzenberg seine Vereinsmittel zur Verfügung stellt. Dabei handelt es sich laut Seifert um einen mittleren vierstelligen Betrag. Eine hohe Förderung erhofft man sich zudem aus dem Regionalbudget der Kommunalen Allianz „Franken 3”. Die Denkmalschutzbehörde habe man ebenfalls angeschrieben, berichtete Stadtbaumeister Hans Pongratz, und auf Nachfrage von Thomas Lechner (SPD) nach einer Beteiligung des Fürstenhauses, erklärte Seifert, dass auch dieses eine vierststellige Summe in Aussicht gestellt habe.

Im Ausschuss kam man überein, dass die Sanierung angegangen werden soll, wenn es eine Förderung aus dem Regionalbudget gibt. Der Antrag dafür muss bis zum 25. November bei der Kommunalen Allianz eingereicht sein.

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