Erneut beschäftigte sich der Uffenheimer Finanzausschuss mit den Öffnungszeiten des Uffenheimer Hallenbades nach der Sanierung. Das Ergebnis: Für die Öffentlichkeit wird es länger geöffnet sein.
Die lange und teure Sanierung des Uffenheimer Hallenbads geht ihrem Ende entgegen. Im Herbst soll es wieder eröffnet werden. Die Einrichtung dient überwiegend dem Schulsport. Deswegen gab es auch eine staatliche Förderung. Diese bedingt, dass das Hallenbad für mindestens 37 Schulstunden den Schulen zur Verfügung stehen muss.
Geöffnet ist das Hallenbad in der Regel vom 1. Oktober bis 30. August. In den Ferien können es nur Vereine nutzen. In den Weihnachtsferien ist es komplett geschlossen.
Wir sollten die Zeiten für die Öffentlichkeit verlängern.
Für die Öffentlichkeit war Schwimmen dort vor dem Beginn der Umbauphase immer am Mittwoch und Freitag von 16 bis 20 Uhr und am Sonntag von 9 bis 12 Uhr möglich. Das war Stadtrat Bernhard Schurz (SPD) zu wenig. „Wir sollten die Zeiten für die Öffentlichkeit verlängern“, warf er in die Diskussion ein. Er wisse, dass dies ein hoher Personalaufwand sei und damit Kosten verbunden seien. Aber man solle es wenigstens einmal probieren. Wenn es nicht angenommen wird, könne man auch wieder zurückfahren.
Zweiter Bürgermeister Hermann Schuch (FWG), der die Sitzung des Finanzausschusses leitete, meinte mit Blick auf den Belegungsplan, dass durchaus Spielraum für erweiterte Öffnungszeiten bestehe. Schuch könnte sich das vor allem am Sonntag vorstellen, an den beiden Werktagen sei es etwas schwieriger. Stadträtin Ruth Halbritter (Grüne) meinte zu den Werktagen, dass man eine Stunde früher öffnen und eine Stunde später schließen könne.
Der eigens zur Sitzung eingeladene Schwimmmeister Moritz Amrhein erklärte, dass er bei einer Verlängerung der Öffnungszeiten nach hinten kein Problem sehe. Eine Stunde früher zu öffnen sei hingegen weniger ideal, da man diese Stunde Luft nach der Schulnutzung als Puffer für eventuelle Reinigungsarbeiten benötige. Personell sei eine Verlängerung leistbar.
Auch Formalien gab es zu beachten: Die Öffnungszeit dürfe nicht länger als sechs Stunden betragen, weil sonst der Bademeister aufgrund des Arbeitsrechts eine halbe Stunde Pause machen müsse, erläuterte Kämmerin Birgit Kaspar. Im nächsten Jahr nach der Saison könne dann Bilanz gezogen werden. Dem stimmte auch Schuch zu. Wenn nur zwei, drei Leute im Becken schwämmen, dann könne man die Zeiten auch wieder reduzieren. Vorerst aber empfahl der Ausschuss die neuen Öffnungszeiten wie folgt: Mittwoch und Freitag von 16 bis 21 Uhr, sonntags von 9 bis 14 Uhr.
Bei der bereits ausführlich vorberatenen neuen Satzung über die Benutzung der Bäder in der Stadt Uffenheim gab es keine Änderungen mehr. Bei den Eintrittsgebühren, die der Ausschuss in einer vorausgegangenen Sitzung erhöht hatte, hakte Ruth Halbritter noch einmal nach. Insbesondere die Anhebung bei der Saisonkarte von 50 auf 80 Euro empfinde sie als „sehr hoch“.
Schuch betonte jedoch, dass Uffenheim insgesamt sehr moderate Preise habe und Susanne Holzmann (FWG) erinnerte daran, dass sich der Ausschuss in der vergangenen Sitzung sehr ausführlich mit den Eintrittspreisen auseinandergesetzt und diese auch mit Blick auf die Bäder der Umgebung festgesetzt habe. An die Defizite der Bäder erinnerte Ewald Geißendörfer (CSU): Diese könne man zwar mit höheren Gebühren auch nicht vollständig ausgleichen, dennoch müsse man eben die Finanzlage der Stadt im Auge behalten.
„Wir haben ein tolles Freibad“, betonte Schuch. Im Vergleich zu anderen Bädern sei Uffenheim günstig. Letztlich ließ sich von diesem Argument auch Halbritter überzeugen und somit beschloss der Ausschuss die vorgeschlagenen Gebühren für die Bäder einstimmig. Ab 2025 kostet zum Beispiel der einmalige Eintritt ins Freibad 3,50 Euro statt bisher drei Euro. Für das Hallenbad müssen vier Euro bezahlt werden.