Neu ist die Erkenntnis nicht: Die Dreifachturnhalle des Theresien-Gymnasiums (ThG) und das Aquella brauchen eine Frischzellenkur. In beiden Fällen kommen Kosten in Millionenhöhe auf die Stadt zu. Um die Sanierungspläne zu finanzieren, soll die „Sportstättenmilliarde” helfen.
Bei der „Sportstättenmilliarde” handelt es sich um ein Förderprogramm des Bundes. Bis zum Jahr 2028 will die Bundesregierung eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen, um kommunale Sportstätten zu sanieren. So soll der Sanierungsstau bei Hallen, Bädern und Freizeitplätzen abgebaut werden. Gleichzeitig sollen die Sportstätten modernisiert werden. Der Fokus liegt hierbei auf der energetischen Sanierung und der Barrierefreiheit.
Die Stadt Ansbach bewirbt sich zum einen mit der Dreifachturnhalle des Theresien-Gymnasiums, wie Kämmerer Christian Jakobs im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss des Stadtrates berichtete. Hier bestehen seit Jahren Mängel beim Brandschutz, die behoben werden müssen. Für die Bewerbung habe man noch weitere energetische Bestandteile mit aufgenommen.
So summieren sich die Kosten für das Vorhaben auf etwa 4,8 Millionen Euro. Komme die Stadt bei dem Bundesförderprogramm zum Zug, gebe es einen Zuschuss in Höhe von 45 Prozent, wie Jakobs ausführte. Zieht man auch noch den FAG-Förderanteil ab, verringert sich der städtische Eigenanteil dem Kämmerer zufolge auf rund eine halbe Million Euro.
Das zweite Projekt, mit dem sich die Verwaltung beworben hat, ist das Aquella. Das Hallenbad ist in die Jahre gekommen und braucht eigentlich eine Generalsanierung. Weil die aber zu viel Geld kostet, wurde entschieden, die Instandsetzung des Bades in mehrere Schritte aufzuteilen.
Der energetische Teil verursacht laut Jakobs Kosten von etwa 4,5 Millionen Euro. Auch hier wäre die 45-Prozent-Förderung aus Sicht der Verwaltung durchaus hilfreich. Hinzu kommt ein aus dem Jahr 2023 fortgeschriebener Haushaltsausgaberest in Höhe von etwa 500.000 Euro. Den Rest der Summe wolle die Ansbacher Bäder- und Verkehrs-GmbH (ABuV) tragen.
Für einen Kämmerer, der qua Beruf darauf bedacht ist, das Geld zusammenzuhalten, ist die Aussicht freilich verlockend, dass der städtische Anteil an den Maßnahmen deutlich schrumpfen könnte. Allerdings ließ Jakobs in der Sitzung durchblicken, dass ein positiver Bescheid einem Lottogewinn gleichen würde.
Die Kämmerei geht davon aus, dass sich Tausende Kommunen für die Bundesfördermittel bewerben. Deshalb schätzt der Kämmerer die Wahrscheinlichkeit, dass die Stadt Ansbach zum Zuge kommt, auf unter ein Prozent.