Die Freie Wählergruppe Ortsteile hat eine Kandidatin, sieben Kandidaten und einen Ersatzmann für die anstehende Gemeinderatswahl in Unterschwaningen nominiert. Die Nominierung für das Bürgermeisteramt machte eine Stichwahl notwendig.
Der amtierende Gemeinderat Michael Schröder begrüßte 81 Wahlberechtigte und 22 Gäste. Die Versammlungsleitung oblag dem ehemaligen Gemeinderat Richard Tielsch. Er legte die gesetzlichen Regularien zur anstehenden Nominierung von Gemeinderäten und eines Bürgermeisters dar. Zudem erläuterte er die Gründe für die Aufstellung eines weiteren Vorschlags innerhalb der Gemeinde Unterschwaningen.
Anschließend erfolgte die Erstellung der Gemeinderatsliste. Ihre Bereitschaft zur Kandidatur erklärten Daniel Banner, Alexandra Freytag, Michael Schröder, Johannes Büttner, Bernd Büttner, Karl Killian, Tobias König, Thomas Klein und Maximilian Kaiser. Dann erhielten die Bewerberin und die Bewerber die Möglichkeit zur persönlichen Vorstellung.
Den Ausführungen war zu entnehmen, dass sich alle Bewerbenden ehrenamtlich in den örtlichen Vereinen oder überörtlichen Organisationen engagieren. Vertreten sind dabei die unterschiedlichsten Berufe, angefangen vom Handwerk über die Landwirtschaft bis hin zu Tätigkeiten in der Industrie oder als Selbständige.
Als Ziele genannt wurden die Weiterentwicklung der Gemeinde unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Finanzmittel, die Nutzung von Leerständen, der Erhalt der Gastronomie, die Forcierung der Jugend- und Seniorenarbeit sowie die Stärkung des Heimatgedankens.
Versammlungsleiter Tielsch schlug vor, in geheimer Wahl die Stimmen an die aufgeführten Kandierenden zu vergeben, wobei jedem Bewerbenden bis zu drei Stimmen gegeben werden können. Dieser Vorschlag wurde zum Beschluss erhoben.
Mit 124 Stimmen erhielt Daniel Banner das beste Ergebnis, gefolgt von Michael Schröder (114). Auf den weiteren Plätzen folgen Alexandra Freytag (91), Bernd Büttner (67), Johannes Büttner (62), Thomas Klein (57), Tobias König (45), Karlo Killian (34) und als Ersatzmann Maximilian Kaiser (18).
Nach diesem Prozedere beschrieb der Versammlungsleiter die Möglichkeit für die Freie Wählergruppe Ortsteile, selbst einen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen. Die Variante, auf zwei Wahllisten zu kandidieren, bestehe aber auch. In geheimer Wahl stimmten die 43 Wahlberechtigten dafür, diese Regelung umzusetzen.
Für das Bürgermeisteramt wurden daraufhin Sabine Freifrau von Süßkind, der amtierende Bürgermeister Markus Bauer und Karlo Killian vorgeschlagen. Sabine Freifrau von Süßkind sprach sich dafür aus, im Falle einer erfolgreichen Wahl neue Gesichtspunkte in die Gemeindepolitik einzubringen, die Nahversorgung zu thematisieren und weitere Projekte anzuschieben sowie eine Verbesserung der gemeindlichen Einnahmen herbeizuführen.
Amtsinhaber Bauer erklärte, dass in der zu Ende gehenden Wahlperiode zahlreiche Projekte in den Bereichen Abwasser, Kinderbetreuung und Dorfsanierung realisiert beziehungsweise zurzeit umgesetzt oder in der Planung sind. Bei allen Beschlüssen habe das Gemeinwohl im Fokus gestanden. Den Ausführungen von Killian war zu entnehmen, dass er den gesamten Gemeindebereich modernisieren wolle, da bisher nichts passiert sei und nach seinen Worten nur Fehlinvestitionen getätigt wurden.
Im ersten Wahlgang entfielen von 76 abgegebenen Stimmen bei drei Enthaltungen auf von Süßkind 30 Stimmen oder 41,1 Prozent, auf Bauer entfielen 34 Stimmen (46,6 Prozent) und für Killian stimmten neun Wahlberechtigte (12,3 Prozent).
Die Stichwahl gewann von Süßkind mit 42 Stimmen und für Bauer votierten 34 Wahlberechtigte. Die gewählte Kandidatin nahm die Wahl an und bedankte sich abschließend für das Vertrauen.