Rühlingstetten feiert Richtfest für Gemeinschaftshaus: Projekt des Zusammenhalts | FLZ.de

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Rühlingstetten feiert Richtfest für Gemeinschaftshaus: Projekt des Zusammenhalts

Füllten die Zeitkapsel (von links): Landrat Dr. Jürgen Ludwig, Pater Thomas Madavana, Dorfvereinsvorsitzende Julia Fälschle, Bürgermeister Michael Sommer, Geschäftsführerin Christine Manz (Firma Taglieber) und Abteilungsleiter Ingo Steinbrecher (ALE). (Foto: Friedrich Zinnecker)
Füllten die Zeitkapsel (von links): Landrat Dr. Jürgen Ludwig, Pater Thomas Madavana, Dorfvereinsvorsitzende Julia Fälschle, Bürgermeister Michael Sommer, Geschäftsführerin Christine Manz (Firma Taglieber) und Abteilungsleiter Ingo Steinbrecher (ALE). (Foto: Friedrich Zinnecker)
Füllten die Zeitkapsel (von links): Landrat Dr. Jürgen Ludwig, Pater Thomas Madavana, Dorfvereinsvorsitzende Julia Fälschle, Bürgermeister Michael Sommer, Geschäftsführerin Christine Manz (Firma Taglieber) und Abteilungsleiter Ingo Steinbrecher (ALE). (Foto: Friedrich Zinnecker)

Mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern aus der Gesamtgemeinde Wilburgstetten sowie der württembergischen Nachbarschaft hat die Bevölkerung von Rühlingstetten das Richtfest am neuen Dorfgemeinschaftshaus gefeiert.

Nach dem Richtspruch von Zimmerer Stefan Eireiner erinnerte Bürgermeister Michael Sommer an den Beginn des Projekts, als der finanzielle Rahmen mit einer Million Euro veranschlagt worden war und sehr kontrovers diskutiert wurde. Erst durch die funktionale Ausschreibung von Bauamtsleiter Andreas Kolb und die Planfertigung durch Gemeinderat Steffen Glatter konnten die Kosten auf schließlich 683.000 Euro gesenkt werden. Da sich das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) mit einem Fördersatz von 60 Prozent beteiligte und somit über 400.000 Euro beisteuerte, war die Maßnahme schließlich zu stemmen.

Bisher 453 ehrenamtliche Arbeitsstunden

Sommer bedankte sich bei allen Helfenden, besonders bei Julia Fälschle als Vorsitzender des 2021 gegründeten Rühlingstetter Dorfvereins für bisher 453 geleistete ehrenamtliche Arbeitsstunden vom Abbruch des alten Schulhauses bis zum Tag des Richtfestes. Die erreichte „tragfähige Lösung für die Zukunft“ habe eine regelrechte Begeisterung über das Haus hervorgerufen. Das Gebäude habe höchste Qualität und füge sich mit Blick auf die Kirche gut in die Umgebung ein.

Der zuständige Gebietsabteilungsleiter Ingo Steinbrecher vom ALE gratulierte zu dem in rasant kurzer Zeit entstandenen Gebäude, nachdem der Spatenstich hierzu erst im Februar erfolgt war. Steinbrecher würdigte die Menschen, die das Projekt von der Idee bis zur Realisierung begleiten. Die hohe Förderung des ALE resultiere aus dem Beschluss des Gemeinderats zur Innenentwicklung. Darin enthalten seien die Leitlinien wie der soziale Zusammenhalt, die regionale Wertschöpfung und die Bewahrung der Artenvielfalt. Im Gemeinschaftshaus als lebendigem Mittelpunkt des Dorfes könnten sich Junge und Ältere künftig gemeinsam wohlfühlen.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig würdigte zunächst die gute Arbeit der Handwerker, die als Werbung für ihren Beruf angesehen werden könne. Das Gemeinschaftshaus biete die Möglichkeit, der Vereinsamung entgegenzuwirken und generationsübergreifend miteinander ins Gespräch zu kommen. „Das Leben im Landkreis findet in jedem unserer fast 1000 Orte statt.“ Projekte in die Hand zu nehmen, selbst Hand anzulegen und etwas selbst zu machen, zeichne den ländlichen Raum aus. Der Landrat schloss lobend: „In Rühlingstetten bewegt sich etwas.“

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Der Zeitplan wurde eingehalten

Geschäftsführerin Christine Manz von der Firma Holzbau-Taglieber betonte die konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit der Kommune. Das Richtfest als Meilenstein biete die Gelegenheit kurz innezuhalten und auf das bisher Geleistete zurückzublicken. Rechtzeitige Entscheidungen des Gemeinderats, die Beratung durch Christoph Schmidt und das große Engagement der Handwerker hätten das Einhalten des Zeitplans ermöglicht. Der Bau des Fertighauses sei nur in Teamarbeit entstanden, so die Firmenvertreterin mit dem Dank an die Partnerfirmen.

Julia Fälschle, Vorsitzende des örtlichen Vereins, betonte den stets vorhandenen festen Glauben an das entstehende Projekt. Das Dorfgemeinschaftshaus sei mehr als ein Holzgebäude auf einer Baustelle, sondern man stehe auf einem „Fundament von Zusammenhalt, Engagement und Herzblut“. Fälschle versicherte, dass der Ort für Begegnungen mit Herzlichkeit, Lachen, Musik und Respekt sorgen werde.

Zusammen mit Pater Thomas Madavana füllten die Grußwortredner eine Zeitkapsel mit aktuell Relevanten und verschlossen diese im Inneren des Gebäudes. Wie es hieß, ist die Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses im Oktober vorgesehen.


Von FRIEDRICH ZINNECKER
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