Rothenburger Reiterlesmarkt als Zugpferd in der Weihnachtszeit | FLZ.de

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Veröffentlicht am 29.12.2023 07:00

Rothenburger Reiterlesmarkt als Zugpferd in der Weihnachtszeit

Auch tagsüber herrschte auf dem Reiterlesmarkt viel Betrieb. Die Menschen bummelten entlang der insgesamt 57 Buden. (Foto: Irmeli Pohl)
Auch tagsüber herrschte auf dem Reiterlesmarkt viel Betrieb. Die Menschen bummelten entlang der insgesamt 57 Buden. (Foto: Irmeli Pohl)
Auch tagsüber herrschte auf dem Reiterlesmarkt viel Betrieb. Die Menschen bummelten entlang der insgesamt 57 Buden. (Foto: Irmeli Pohl)

Ganze sechs Tage kürzer als 2022 dauerte der Reiterlesmarkt in diesem Jahr, da der vierte Advent auf Heiligabend fiel. Weder die Budenbetreibenden noch die Besuchenden hätten das als Nachteil empfunden, betont der Rothenburg Tourismus Service (RTS).

Wo andernorts die Weihnachtsmärkte aus diesem Grund eine Woche früher starteten, behielt man in Rothenburg das erste Adventswochenende als traditionellen Startschuss bei. Von da an herrschte für 23 Tage ein Ausnahmezustand in der Stadt. An den Wochenenden strömten Gäste von den Busparkplätzen in die Altstadt.

Ausverkaufte Waren im Feuerwehrgewölbe

Das freute vor allem die Betreibenden der 57 Buden, wie Nadja Rößler und Friedrich Fetzer vom Amt für Messen und Märkte bestätigen: „Es herrscht eine große Zufriedenheit bei allen Ausstellern am Reiterlesmarkt, sowohl bei Anbietern von Kulinarik als auch bei den Ausstellern von Kaufprodukten.“

Das galt insbesondere für die Kunst- und Handwerkerstände im Feuerwehrgewölbe: „Teilweise waren Produkte in der letzten Woche des Marktes ausverkauft.“

Einzig die wetterbedingte Schließung des Lichthofes trübte die Stimmung: Kurz vor Heiligabend musste dieser wegen starker Sturmböen für zwei Tage zumachen. „Im Nachhinein war das die richtige Entscheidung“, betont Robert Nehr vom RTS. Denn tatsächlich lösten sich einige Ziegel vom Dach: „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sie einen Besucher getroffen hätten.“

Schnee brachte ideale Weihnachtsstimmung

Wie auch die Jahre zuvor waren die ersten beiden Adventswochenenden bei den Besuchenden am beliebtesten. „Diesmal hat sich das sogar auf die Montage danach ausgedehnt“, erklärt Robert Nehr. Der Betreiber einer Keramikbude habe ihm erzählt, dass er in den ersten beiden Wochen so viel Umsatz wie noch nie in dieser Zeit auf dem Reiterlesmarkt gemacht habe.

Eine Rolle spielte auch das „hervorragende Wetter“ an den ersten beiden Wochenenden. Die frostigen Temperaturen und der viele Schnee hätten die Besuchenden in Weihnachtsstimmung versetzt. Gleichzeitig bezeichnet Nehr den Reiterlesmarkt als einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Er sei ein „absolutes Zugpferd und der Anlass für die Reise nach Rothenburg im Advent“. Das bestätigten die Hotel- und Gastronomiebetriebe. Laut Nehr war die Buchungslage und die Auslastung in den Hotels „hervorragend“.

„Winterglühen“ im Burggarten als Bereicherung

Von den hohen Besuchszahlen profitierten auch die kulturellen Einrichtungen. Zum Beispiel nahmen viele Menschen die Führungsangebote im RothenburgMuseum wahr, betont Nehr, darunter etwa die Angebote des Freundeskreises.

Eine Anlaufstelle gerade für eine jüngere Zielgruppe schaffte „formatF“ zum zweiten Mal mit dem „Winterglühen“ im Burggarten. Nehr sieht das als Bereicherung zum traditionellen Reiterlesmarkt, auch wenn das alternativ angelegte Winterglühen unter dem stürmischen und nassen Wetter in der Woche vor Weihnachten zu leiden hatte.

Genauso lobte er die Wintergärten einiger gastronomischer Betriebe in der Altstadt. Sie würden zum Bild von „Rothenburg als Weihnachtsstadt“ beitragen. Genau wie die Auslegerbäumchen in den geschmückten Gassen. Im kommenden Jahr startet der Reiterlesmarkt wieder früher – vom 29. November bis einschließlich 23. Dezember wird er geöffnet sein.

Ohne die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger wäre das nicht möglich, lobte Nehr. Ob als Musizierende bei den Auftritten der Bläserchöre, als Kind bei den Baumschmückaktionen der Kitas oder als Teilnehmende bei den Adventsfenstern am Rathaus: „Bemerkenswert ist, mit welchem Engagement die Bürgerinnen und Bürger in der Adventszeit die Stadt mit Leben füllen“, so Nehr.

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