Rotary Club hilft Kinderschutzbund bei neuem Projekt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.03.2024 10:00

Rotary Club hilft Kinderschutzbund bei neuem Projekt

Kreisvorsitzende Lilo Sauer (Mitte) und ihr Team des Kinderschutzbundes freuten sich über die Wertschätzung ihrer Arbeit, die Laudator Stefan Fink (ganz links) sowie der Dinkelsbühler Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer, Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Bürgermeister Patrick Ruh (von rechts) sowie Steffen Dick, Präsident des Rotary Clubs Dinkelsbühl-Feuchtwangen (Vierter von links), den Ehrenamtlichen entgegengebracht haben. (Foto: Martina Haas)
Kreisvorsitzende Lilo Sauer (Mitte) und ihr Team des Kinderschutzbundes freuten sich über die Wertschätzung ihrer Arbeit, die Laudator Stefan Fink (ganz links) sowie der Dinkelsbühler Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer, Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Bürgermeister Patrick Ruh (von rechts) sowie Steffen Dick, Präsident des Rotary Clubs Dinkelsbühl-Feuchtwangen (Vierter von links), den Ehrenamtlichen entgegengebracht haben. (Foto: Martina Haas)
Kreisvorsitzende Lilo Sauer (Mitte) und ihr Team des Kinderschutzbundes freuten sich über die Wertschätzung ihrer Arbeit, die Laudator Stefan Fink (ganz links) sowie der Dinkelsbühler Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer, Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Bürgermeister Patrick Ruh (von rechts) sowie Steffen Dick, Präsident des Rotary Clubs Dinkelsbühl-Feuchtwangen (Vierter von links), den Ehrenamtlichen entgegengebracht haben. (Foto: Martina Haas)

Der Kreisverband Ansbach ist mit dem Rotarischen Meilenstein geehrt worden. Der Preis des Rotary Clubs Dinkelsbühl-Feuchtwangen ist mit 5000 Euro dotiert. Das Geld soll in ein neues Angebot für Kinder psychisch kranker Eltern fließen.

Der Rotary Club holt seit über 20 Jahren mit der Auszeichnung Ehrenamtliche ins Rampenlicht, die zwar oft im Verborgenen arbeiteten, dafür aber umso nachhaltiger, wie Präsident Steffen Dick, der durch den Abend führte, erklärte. Der Kinderschutzbund sei so ein „stiller Engel“.

1953 gegründet, will die Organisation eine Lobby für Kinder und Jugendliche sein. In Deutschland engagierten sich 15.000 Ehrenamtliche in 400 Ortsverbänden für den Kinderschutzbund, neben 7000 Hauptamtlichen. Von Feuchtwangen aus sei in der Region der Kreisverband tätig, der von Lilo Sauer ins Leben gerufen wurde. Unterstützt würden Familien mit unterschiedlichen Angeboten. Neu seien zum Beispiel Kinder-Patenschaften für Mädchen und Jungen mit psychisch erkrankten Müttern oder Vätern.

Verlässlicher Partner beim Einsatz für die Grundrechte Minderjähriger

Den Kreisverband stellte Stefan Fink vor: 2001 gegründet, habe sich dieser seither zu einer Lobby und einem verlässlichen Partner für Kinder, Jugendliche und Familien entwickelt. Die Geschäftsstelle sei in Feuchtwangen. Die Ehrenamtlichen versuchten, die Grundrechte für Minderjährige einzulösen und präsent zu machen und auf allen Ebenen Einfluss geltend zu machen, so der Laudator.

Im Fokus stehe die Netzwerkarbeit, erläuterte Fink, dessen Frau langjähriges Mitglied und Kassierin des Kinderschutzbundes ist. Eine enge Zusammenarbeit gebe es zum Beispiel mit dem Bündnis für Familien im Landkreis Ansbach. Der Kinderschutzbund habe einen eigenen Sitz im Jugendhilfeausschuss und sei auch im Flüchtlingsbeirat vertreten.

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Gestartet sei der Kreisverband mit Programmen wie „Starke Eltern – starke Kinder“. Seit 2011 gebe es Familien-Paten, die Eltern entlasten wollen. 2018 sei der „Elterntalk“ in den Geschäftsräumen in Feuchtwangen etabliert worden, bei dem sich kleine Gruppen über spezielle Themen austauschen. Darüber hinaus wirke der Kinderschutzbund auch an Ferienprogrammen mit.

Neues Programm für Kinder von psychisch kranken Eltern

Mit dem Preisgeld solle das Programm „Kipse“ (für Kinder psychisch kranker Eltern) etabliert werden. Dabei gehe es beispielsweise um eine stationsäquivalente Behandlung betroffener Elternteile zu Hause, aber auch um präventive Angebote für Kinder. Die Kinder-Paten sollen nun ausgebildet werden und danach langfristig mit Betroffenen arbeiten.

Die Kinderschutzbund-Kreisvorsitzende Lilo Sauer freute sich über die Wertschätzung, die die Ehrenamtlichen nun mit in ihre Arbeit nähmen. „Endlich können wir nun das Projekt umsetzen“, schloss sie ihre kurzen Dankesworten. Lilo Sauer war im Januar für ihren langjährigen Einsatz in der FLZ-Aktion „Mein Ehrenamt“ als Ehrenamtliche des Jahres ausgezeichnet worden.

In Grußworten hatten Dinkelsbühls Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer, Feuchtwangens Rathauschef Patrick Ruh und Landrat Dr. Jürgen Ludwig die Bedeutung des Kinderschutzbunds betont. „Wir können viel investieren in Schulen oder Kitas, aber die menschliche Zuwendung ist unbezahlbar“, fasste Ruh zusammen.

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