Das Solepumpen mit der Solimed IV in der Gräf bereitet seit einiger Zeit Probleme. Die Rohre seien verstopft, berichtete Vorsitzender und Bad Windsheims Bürgermeister Jürgen Heckel in der jüngsten Sitzung des Zweckverbandes Kurzentrum. Nun muss gehandelt werden.
Den Bedarf an Sole muss derzeit die Solimed III alleine decken. Seit Mitte Oktober kann keine Sole mehr über die Solimed IV gefördert werden. Nun müssen deren Rohre vollständig gezogen und je nach Beschädigung einzelne Teile repariert oder ersetzt werden. Intakte Rohre könnten noch weiter genutzt werden. Zudem soll der Hohlraum neu vermessen werden, die dafür nötigen Haushaltsmittel sind für das Jahr 2025 bereits eingeplant.
Geologe Dr. Stefan Kellerbauer, der die Stadt bereits seit dem Jahr 1991 in Sachen Solimed-Bohrstellen betreut, hat sich die Lage vor Ort angesehen. Der Fachmann werde nun mehrere Angebote für die erforderlichen Arbeiten einholen. Für das Ziehen der Rohre, was noch heuer vonstattengehen soll, werden wohl rund 20.000 Euro anfallen. Die Kosten für die Hohlraumvermessung, die für nächstes Jahr angesetzt ist, werden auf rund 25.000 bis 50.000 Euro geschätzt. Der Zweckverband ermächtigte schließlich Jürgen Heckel, die nötigen Aufträge zu vergeben.
Wie Jürgen Heckel zudem erklärte, würden in Bad Reichenhall solche Hohlräume auch Interessierten nahe gebracht werden. „Da gibt es verschiedene Modelle“, erklärte der Rathauschef. Man wolle sich das in den nächsten Wochen vor Ort in Bad Reichenhall ansehen, wäre das doch auch eine Option für die Landesgartenschau 2027 in Bad Windsheim.