Risse und Löcher: Viele Straßen in Flachslanden sind sanierungsbedürftig | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.06.2026 16:00

Risse und Löcher: Viele Straßen in Flachslanden sind sanierungsbedürftig

Wasser ist der Feind der Straßen, zumindest der kaputten, wie Ingenieur Ulf-Holger Horwarth in der Gemeinderatssitzung in Flachslanden erklärte. (Symbolbild: Antonia Müller)
Wasser ist der Feind der Straßen, zumindest der kaputten, wie Ingenieur Ulf-Holger Horwarth in der Gemeinderatssitzung in Flachslanden erklärte. (Symbolbild: Antonia Müller)
Wasser ist der Feind der Straßen, zumindest der kaputten, wie Ingenieur Ulf-Holger Horwarth in der Gemeinderatssitzung in Flachslanden erklärte. (Symbolbild: Antonia Müller)

Die Liste an Gemeindestraßen, die Schäden aufweisen, ist in Flachslanden lang. Ein Ingenieur stellte diese in der Sitzung des Gemeinderats vor. Um die Straßen auf Vordermann zu bringen, kommen verschiedene Maßnahmen infrage. Die Kosten dafür unterscheiden sich in ihrer Höhe stark. Das Gremium hat Diskussionsbedarf.

„Wir müssen ja laufend unser Straßennetz sanieren”, leitete Bürgermeister Hans Henninger das Thema in der Gemeinderatssitzung ein. Jetzt, nach teilweise zehn bis 15 Jahren, sind wieder Maßnahmen erforderlich. Gemeinsam mit Ingenieur Ulf-Holger Horwarth sowie Gemeinderat und Bauhofleiter Harald Dämpfling (Freie Wählerschaft Virnsberg und Sondernohe) verschaffte er sich einen Überblick über die Lage im Gemeindegebiet.

Horwarth stellte in der Sitzung dar, wo Bedarf für eine Instandsetzung ist und schnitt an, wo die Kommune um einen Vollausbau nicht herumkommt. Er setzte den Fokus auf die außerörtlichen Maßnahmen.

Instandhaltung oder Sanierung?

Zunächst galt es, zwischen Instandhaltung und Instandsetzung zu unterscheiden. Bei der Instandhaltung geht es etwa um die Sanierung von Rissen und Löchern, die der Bauhof durchführt. Die Instandsetzung hingegen „ist eine Sanierung komplett über die ganze Fahrbahn”. Hierfür kommt dem Ingenieur zufolge eine Oberflächenbehandlung infrage oder eine Deckschicht beziehungsweise Tragdeckschicht. Die Kosten für Letzteres sind fast doppelt so hoch, wie sich herausstellte.

Jedoch bringe dies dem Ingenieur zufolge langfristig ein paar Vorteile mit sich. Bei den genannten Ortsteilen reiche jedoch oftmals eine Oberflächenbehandlung, wie Horwarth und Henninger meinten.

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„Wir bekommen hier keine Förderung für die Instandsetzung”, sagte Horwarth. Bei einer Dorferneuerung, wie sie in Ruppersdorf erforderlich sei, gebe es jedoch Möglichkeiten für Fördermittel.

Instandsetzung erst nach Windpark-Bau

Horwarth stellte fest: Zwischen dem oberen und dem unteren Ortsteil von Rosenbach sollte die Straße beispielsweise erneuert werden, ebenso zwischen Rosenbach und Flachslanden. In beiden Fällen würden mindestens 50.000 Euro anfallen. Im Falle einer Tragdeckschicht müssten auch die Bankette angeglichen werden.

Für die Straße zwischen dem östlichen Teil von Neustetten und Lockenmühle käme ebenfalls die Oberflächenbehandlung oder die Instandsetzung mit Deckschicht infrage – mindestens 30.000 Euro sind für die günstigste Option fällig. Dort gebe es mehrere Risse und bereits Sanierungen mithilfe von Flicken. Von Gemeinderätin Karin Keitel (Liste für Alle) kam der Einwand, dass diese Strecke doch betroffen sei, falls der Bürgerwindpark gebaut wird. „Macht es nicht Sinn, das danach zu machen”, fragte sie. Der Bürgermeister stimmte ihr zu, ebenso wie Ingenieur Ulf-Holger Horwarth.

In Hainklingen sind bereits Maßnahmen geplant, doch auch dort wird es keinen Vollausbau geben. Dass die Strecke zwischen Schmalnbühl und der Hochstraße wenig befahren wird, gab Henninger Grund zur Annahme, dass eine Oberflächenbehandlung ausreicht. „Die ist zwar kaputt, das ist klar, aber sie ist relativ wenig befahren.” Harald Dämpfling war deutlich anderer Meinung. Er ist sich sicher: „Da stimmt irgendetwas untendrunter nicht. Da haut uns der Unterbau ab.”

Vor-Ort-Termin der einzelnen Straßenabschnitte

Um ein klareres Bild der einzelnen Mängel zu bekommen, werden sich der Gemeinderat, Bürgermeister Henninger und Ingenieur Horwarth demnächst treffen und die jeweiligen Straßenabschnitte inspizieren. Das sei sinnvoll, um besser diskutieren zu können, wo wie viel Geld investiert werden muss. Einen Beschluss gab es in der Sitzung demnach noch nicht zu fassen.


Luca Paul
Luca Paul
Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach
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