Rettungsdienst-Zweckverband als „unbekanntes Wesen”: So wichtig ist das Gremium | FLZ.de

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Veröffentlicht am 30.03.2026 09:22

Rettungsdienst-Zweckverband als „unbekanntes Wesen”: So wichtig ist das Gremium

Die neue Integrierte Leitstelle im Ansbacher Stadtteil Brodswinden war das größte Projekt des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung in den letzten Jahren.  (Foto: Thomas Schaller)
Die neue Integrierte Leitstelle im Ansbacher Stadtteil Brodswinden war das größte Projekt des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung in den letzten Jahren. (Foto: Thomas Schaller)
Die neue Integrierte Leitstelle im Ansbacher Stadtteil Brodswinden war das größte Projekt des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung in den letzten Jahren. (Foto: Thomas Schaller)

Zum letzten Mal in dieser Wahlperiode hat die Verbandsversammlung des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) getagt. Gleichzeitig war es die letzte Sitzung des Gremiums unter der Leitung des scheidenden Ansbacher Landrats Dr. Jürgen Ludwig.

Sein Neustädter Kollege Christian von Dobschütz nutzte die Gelegenheit, Ludwig für seine Arbeit als ZRF-Vorsitzender seit 2012 zu danken. In dieser Zeit sei Vieles bewegt worden. Als Beispiele nannte er den Bau des Rettungshubschrauber-Standorts, die Einführung des Digitalfunks und die neue Integrierte Leitstelle.

Ein unbekanntes Wesen mit entscheidender Rolle

Der Rettungsdienst-Zweckverband sei in der Bevölkerung weitgehend ein „unbekanntes Wesen”, meinte der Vorsitzende Dr. Jürgen Ludwig. Eine „entscheidende Rolle” habe er in der Corona-Zeit gespielt. Er erinnerte an eine „kaum zu überschauende Zahl von Videokonferenzen”. Durch intensive Zusammenarbeit und eine „Riesenanstrengung” sei es gelungen, das System seinerzeit am Laufen zu halten. „Das war maximal schwierig”, sagte er.

Bestimmt worden sei die aktuelle Wahlperiode vom Bau der neuen Integrierten Leitstelle in Ansbach-Brodswinden, dessen Vorbereitungen aber schon in der vorgehenden Periode begonnen hätten. Dieses Projekt werde „auf der Habenseite stehenbleiben”.

Die rettungsdienstliche Struktur habe man vorangebracht, auch wenn dies nicht immer konfliktfrei gelaufen sei. Er erinnerte an die Auseinandersetzung um den Notarztstandort Uffenheim/Bad Windsheim. In diesem Zusammenhang dankte Ludwig dem früheren Neustädter Landrat Helmut Weiß, der sich des emotionalen Themas angenommen habe. Man sei einen „notwendigen und vertretbaren Weg” gegangen. Heute zeige sich, dass sich der damalige Ansatz bewahrheitet habe. Es sei notwendig, fachlich begründete Schritte zu gehen, auch wenn sie unpopulär seien.

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Hubschrauber-Stationierung umstritten

Ähnliches gelte für die Verlegung von Rettungswachen beziehungsweise Stellplätzen. Die Verlegung von Schillingsfürst nach Wörnitz sei nötig gewesen, um die ordnungsgemäße Anfahrt von Schnelldorf zu sichern. Auch die Umsiedlung von Wassertrüdingen nach Geilsheim habe eine fachliche Grundlage.

Trotz immer wieder auftretender Meinungsverschiedenheiten habe sich die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen gut entwickelt. Dies sei auch nötig, weil die Krankenkassen große Teile der Arbeit finanzieren.

Zu Beginn seiner Amtszeit habe die Rettungshubschrauber-Station „in die Bahnen gelenkt” werden müssen. Es sei richtig gewesen, diese selbst zu bauen, „denn so haben wir selbst die Hand drauf”. Auch die Stationierung des Hubschraubers Christoph 65 selbst sei zu Beginn nicht unumstritten gewesen.

Struktur ist für die Zukunft gerüstet

All dies funktioniere nur mit einer guten Geschäftsführung. Bis 2012 sei diese noch ehrenamtlich erledigt und später auf das „notwendige Maß” ausgebaut worden. Weitere Dankesworte des scheidenden Vorsitzenden galten der Verbandsversammlung, den Menschen, die den Rettungsdienst durchführen, und der Bauabteilung des Landratsamts, die die Federführung beim Bau der Rettungshubschrauberstation und der Errichtung der neuen Integrierten Leitstelle hatte.

„Wir sind gut vorangekommen und haben eine Struktur aufgestellt, die für die Zukunft belastbar ist”, bilanzierte Dr. Jürgen Ludwig: „Die ganze Blaulichtfamilie hat sich stark entwickelt”.


Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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