Rettung des Meadow-Festivals in Feuchtwangen? Unterstützer gründen eigenen Verein | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.08.2025 07:00

Rettung des Meadow-Festivals in Feuchtwangen? Unterstützer gründen eigenen Verein

Bei der Gründungsversammlung des Vereins Meadow-Rising: Schatzmeisterin Tanja Zügel, stellvertretender Vorsitzender Martin Proff, Vorsitzender Werner Tippmann und Schriftführerin Viola Kühlwein (vorne von links) zusammen mit einigen weiteren Mitgliedern. (Foto: Meadow-Rising/Uwe Mehrer)
Bei der Gründungsversammlung des Vereins Meadow-Rising: Schatzmeisterin Tanja Zügel, stellvertretender Vorsitzender Martin Proff, Vorsitzender Werner Tippmann und Schriftführerin Viola Kühlwein (vorne von links) zusammen mit einigen weiteren Mitgliedern. (Foto: Meadow-Rising/Uwe Mehrer)
Bei der Gründungsversammlung des Vereins Meadow-Rising: Schatzmeisterin Tanja Zügel, stellvertretender Vorsitzender Martin Proff, Vorsitzender Werner Tippmann und Schriftführerin Viola Kühlwein (vorne von links) zusammen mit einigen weiteren Mitgliedern. (Foto: Meadow-Rising/Uwe Mehrer)

Meadow-Rising nennt sich ein Verein, den Unterstützer und Unterstützerinnen des Meadow-Festivals am Dienstag gegründet haben: Eines ihrer Ziele ist es, die Veranstalter des Open Airs bei Dorfgütingen organisatorisch zu entlasten. Mit dem Eintrag ins Vereinsregister warten sie ab, ob das Meadow am Stausee überhaupt wieder stattfinden kann.

Zu der gut zweistündigen Gründungsversammlung in einer Feuchtwanger Gaststätte hatten sich 20 Interessierte eingefunden, von denen 18 dem Verein beigetreten sind, teilt der zum Vorsitzenden gewählte Werner Tippmann mit. Ihm stehen die weiteren Vorstandsmitglieder Martin Proff als Stellvertreter, Tanja Zügel als Schatzmeisterin und Viola Kühlwein als Schriftführerin zur Seite.

„Der Verein will sich neben der ehrenamtlichen Mitwirkung am Meadow-Festival für die Erweiterung der Kulturlandschaft einsetzen sowie Nachwuchsbands unterstützen.” Zugleich kündigt der Vorsitzende an, nach der nächsten Mitgliederversammlung, zu der er bereits alle Interessierten ins Café Merhaba im ehemaligen Gasthof „Lamm” einlädt, solle der e.V.-Eintrag erfolgen. „Sobald der Fortgang des Festivals feststeht”, werde der Termin rechtzeitig bekannt gegeben.

Ohnedies rechnet Tippmann mit dem Beitritt zahlreicher weiterer Mitglieder, denn schon jetzt arbeiteten mehr als 50 Personen in einer entsprechenden WhatsApp-Gruppe mit. Viele von ihnen seien aber bei der Gründungsversammlung am Dienstagabend verhindert gewesen. Zugleich zeigt sich der Vorsitzende erfreut darüber, dass auch zwei Leute in den Verein eingetreten sind, zu denen es bislang noch keinen Kontakt gegeben habe. Ihnen sei es ein Anliegen, sich für den Fortbestand des Meadows zu engagieren, dessen für 2026 geplante, dritte Auflage den Veranstaltern von der Diamond Event UG zufolge aus finanziellen und insbesondere aus zeitlichen Gründen aktuell noch nicht gesichert ist.

Fülle der Aufgaben erst jetzt kennengelernt

Zwar bezeichnet sich Tippmann selbst als begeisterten Festival-Besucher seit seinem 17. Lebensjahr. Doch was für ein enormer organisatorischer Aufwand sich hinter solchen Events verberge, sei ihm tatsächlich erst jetzt bei den Meadow-Open-Airs klar geworden, bei denen er sich persönlich auch hinter den Kulissen eingebracht hat. Aus diesen Erfahrungen heraus habe er inzwischen viele Aufgaben und Fragen notiert, mit denen die Veranstalter ebenso wie deren ehrenamtliche Helferinnen und Helfer konfrontiert werden könnten. Und diese Liste sei schon jetzt sehr umfangreich.

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Als ein Ziel von Meadow-Rising nennt der Vorsitzende, das Festival „ehrenamtlich mit Manpower” zu unterstützen. Demnach sollten bei dem Verein nach Möglichkeit sämtliche organisatorische Fäden rund um das Festival zusammenlaufen, damit dieser alle Angebote zur Unterstützung der Veranstalter effektiv koordinieren kann. Wie das funktionieren soll, beschreibt er anhand eines Beispiels: Wenn etwa die Freiwillige Feuerwehr Dorfgütingen während des Open Airs wieder den Verkehr regeln wolle, „dann sind wir die Ansprechpartner”. Somit entlaste der Verein die Meadow-Veranstalter, denn sie müssten sich dann nicht mehr um Fragen dieser Art kümmern. Unabhängig davon stehe es allen Motivierten frei, ob sie dem Verein beitreten oder sich ohne Mitgliedschaft in welcher Form auch immer einbringen wollen.

Geplant sei zudem der Einsatz für Nachwuchsbands, die sonst kaum eine Chance auf öffentliche Auftritte hätten. Denkbar dafür wäre gegebenenfalls eine zweite Bühne beim Meadow. Darüber hinaus erzählt Tippmann von weiteren „1000 Ideen” der Mitwirkenden, die der Verein ebenfalls umsetzen könnte. Aktuell sei aber vieles noch „Zukunftsmusik”, weil sich erst zeigen müsse, wie viele Mitglieder noch beitreten und wie leistungsfähig der Verein schließlich sein werde.

Die Höhe der Beiträge für den Verein, der seinen künftigen Sitz in Dorfgütingen bekommen soll, hätten die Gründungsmitglieder noch offen gelassen. Der tatsächliche Bedarf werde erst in den nächsten Wochen geklärt, „wenn es richtig losgeht”, sagt Tippmann. Zugleich erzählt er, dass Fesitvalmitveranstalter Benedikt Ambrosius von der Diamond Event UG dem Verein spontan deutlich mehr als 100 Euro gespendet hat. Diese Summe sei bei der Rückgabe der beim Meadow im Juni eingesammelten Pfandflaschen zusammengekommen.

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