Volksfeststimmung in Wieseths Ortsteil Deffersdorf: Zur 23. Auflage des Bulldogtreffens der Bulldogfreunde Deffersdorf strömten die Besucherinnen und Besucher in Scharen. Absoluter Publikumsmagnet war wieder das Bremswagenziehen.
Als Spezialist dafür war ein Team aus Rosenbach bei Neuenkirchen am Brand (Landkreis Forchheim) vor Ort, das den mit verschiebbaren Gewichten und Bremsschild ausgestatteten Anhänger an die Zugmaschinen anhängte.
130 Personen nahmen in insgesamt neun Klassen teil – mit Traktoren vom Schnauferl mit 20 Pferdestärken (PS) bis hin zu allradbetriebenen Schleppern mit bis zu 250 PS. Die Strecke war dicht gesäumt von Zuschauerinnen und Zuschauern, die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollten.
Rund 400 Frauen und Männer reisten mit ihren Fahrzeugen nach Deffersdorf. Sie kamen aus dem gesamten Landkreis Ansbach, aber auch aus einem weiten Umkreis von Neustadt/Aisch bis Crailsheim, berichtete der Vorsitzende der Bulldogfreunde, Markus Deffner.
Historische Bulldogs wie ein Kramer K12V von 1951 und ein Lanz von 1956 standen neben modernsten Traktoren. Der meist fotografierte war sicherlich der „Midnight Deere“ vom Team Carle aus Neuenstein aus dem Hohenlohekreis. Benjamin Carle hat diesen reinen „Sport-Traktor” mit 3500 PS und 10,4 Liter Hubraum, der mit Methanol betrieben wird, in drei Jahren selbst gebaut. Das bisher vierte Gefährt in solcher Dimension, erklärte Carle. Mit seinen Fahrzeugen habe sein Team bereits etliche Deutsche Meisterschaften gewonnen. Den Preis des ausgestellten Fahrzeugs bezifferte er auf etwa 120.000 Euro. Zur sichtlichen Freude der Betrachtenden startete Carle das Fahrzeug mit seinem beeindruckenden Sound.
Kinder freuten sich, dass sie auf den Fahrersitzen einiger Traktoren Platz nehmen konnten. Erwachsene kamen derweil mit den Besitzerinnen und Besitzern der Gefährte ins Gespräch und fachsimpelten. Nach Schätzung von Vorsitzendem Deffner kamen rund 2000 Gäste – ein absoluter Rekord. Für die kleinen Gäste gab es etliche Spielmöglichkeiten wie eine Hüpfburg oder einen Riesensandhaufen. Auch ein Ballonkünstler war vor Ort.
Umfangreich war das Bewirtungsangebot, das die Bulldogfreunde eigenständig mit regionalen Produkten und selbstgebackenen Kuchen organisiert hatten. Weit über 100 Helferinnen und Helfer waren im Einsatz. Das zeige „den Zusammenhalt in unserer Gemeinschaft”, betonte Deffner. Sein Dank galt ebenso den Aktiven der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr und der Rot-Kreuz-Bereitschaft Bechhofen für ihre Präsenz sowie allen, die sich eingebracht hatten.
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