Die Welt ist voller Gegensätze. Dazu passt: Der Autoverkehr am kommenden Wochenende (20. bis 22. März) dürfte laut ADAC „vergleichsweise ruhig“ verlaufen. Auch der Auto Club Europa (ACE) erwartet, dass die Staugefahr deutschlandweit „überschaubar“ bleibt. Doch an zwei wichtigen Verkehrsachsen droht Stillstand.
Das betrifft einmal den Norden der Republik. So steht wieder einmal eine Vollsperrung des Elbtunnels auf der A 7 bei Hamburg an.
Und auch im Süden kann es länger dauern, genauer gesagt in Baden-Württemberg. So seien das Leonberger Dreieck bei Stuttgart durch die Sperrung einer Tunnelröhre des Engelbergtunnels sowie der Streckenabschnitt der A 8 von Ulm nach Stuttgart stark staugefährdet.
Mit Niedersachsen und Bremen starten die ersten beiden Bundesländer in die Osterferien. Insgesamt lässt das die Verkehrsdichte noch nicht stark ansteigen, könnte allerdings regional zu mehr Staus führen.
Der ACE und der ADAC erwarten auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):
Für Österreich erwarten die Verkehrsclubs keine größeren Verzögerungen auf den Transitstrecken – der intensive Osterreiseverkehr lasse noch auf sich warten und die Skiurlauber würden immer weniger, so der ADAC. Zu den An- und Abreisezeiten in den Wintersportgebieten kann es laut ACE „kurz stocken“, größere Verzögerungen seien jedoch nicht zu erwarten.
Probleme drohen auf wichtigen Autobahnen in Österreich weiterhin durch Baustellen. Das gilt etwa für die Brennerautobahn aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke. Daher kann es gerade zu Stoßzeiten immer wieder zu Verzögerungen und Staus kommen. Der ADAC stellt online weitere Informationen bereit. Auch auf dem nicht mehr grundsätzlich gesperrten Reschenpass (B 180) ist weiterhin mit Behinderungen zu rechnen.
Zudem sind in der Wintersaison hindurch Fahrverbote für den Ausweichverkehr am Wochenende in Kraft – so unter anderem im Bundesland Tirol. Die betroffenen Strecken und Zeiten lassen sich auf der Informationsseite des Bundeslands Tirol ansehen. Ähnliches gilt in Vorarlberg, wozu das Bundesland auch eine Seite im Netz hat.
Wegen der stichprobenhaften Einreisekontrollen an der deutschen Grenze kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen.
Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Website der Asfinag ansehen.
In der Schweiz rechnet der ACE mit Ausnahme des Berufsverkehrs am Freitag nur mit eher geringem Verkehrsaufkommen und geringer Staugefahr. Bei An- und Abreisen in Skigebieten kann es punktuell manchmal länger dauern.
Der ADAC nennt als „zeitweise staugefährdet“: die Gotthard- sowie die San-Bernardino-Route, ferner die A 1 (Bern – Zürich – St. Margarethen), die A 3 (Basel – Zürich – Chur) und die Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz.
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