Regionaler Onlineshop? - Warum sich ein genauer Blick lohnt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.09.2026 14:52

Regionaler Onlineshop? - Warum sich ein genauer Blick lohnt

Vorsicht, unseriöse Onlineshops nutzen derzeit das positive Image regionaler Familienbetriebe aus. (Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn)
Vorsicht, unseriöse Onlineshops nutzen derzeit das positive Image regionaler Familienbetriebe aus. (Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn)
Vorsicht, unseriöse Onlineshops nutzen derzeit das positive Image regionaler Familienbetriebe aus. (Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn)

Wer im Internet nach Produkten aus der Region sucht, sollte genau hinsehen. Laut Verbraucherzentrale Niedersachsen fallen derzeit viele unseriöse Onlineshops auf, die versuchen, das gute Image von regionalen Familienbetrieben auszunutzen. 

Die Onlineshops geben sich als Traditionsbetriebe aus, werben mit Regionalität und hochwertiger Ware und behaupten, dass sie aufgrund einer Geschäftsaufgabe Rabatte von bis zu 80 Prozent anbieten.

Emotionale Inszenierung soll Vertrauen aufbauen

Kathrin Bartsch erkennt da ein immer gleiches Muster. Die Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen erklärt: „Eine emotionale Inszenierung soll Vertrauen aufbauen, die angeblich befristete Rabattaktion zum schnellen Kauf animieren.“

Doch die Qualität der Ware überzeuge in der Regel nicht. Wollten Verbraucher dann ihr Widerrufsrecht nutzen, machten hohe Rücksendekosten diese Option wertlos, so die Verbraucherschützerin.

Kombinationen aus Vornamen und Stadt als Adresse

In den konkreten Fällen steht in der Adressleiste meist ein Vorname, kombiniert mit einer deutschen Stadt. Die URL lautet dann etwa: „anna-berlin.de“, „emma-frankfurt.de“ oder „stefanberlin.de“. 

Die Regionalität sei aber nur vorgetäuscht. Denn: Wer ans Ende dieser Internetseiten scrollt, entdeckt laut Verbraucherzentrale, dass sich der Firmensitz und die dazu angegebene Adresse im Ausland befindet, etwa im US-Bundesstaat Wyoming oder in Hongkong. Adressen zur Rücksendung befänden sich oft in Fernost. Häufig seien die Kontaktangaben nur unvollständig. 

Wie Sie unseriöse Händler und Fakeshops erkennen

Wer sich nicht sicher ist, ob es sich um einen seriösen Onlineshop handelt, kann etwa auf Folgendes achten: 

  • Impressum - wo befindet sich der Firmensitz?
  • Rücksendeadressen - sind die Angaben vollständig?
  • Bewertungen - sind sie unabhängig, gibt es auf anderen Internetseiten etwa Feedback zu diesem Anbieter?

Vorsichtig sollten Verbraucher sein 

  • bei übertriebenen Werbeversprechen,
  • bei nur kurz gültigen Rabatten und Angeboten, die zum Kauf drängen,
  • bei emotionalen Geschichten, etwa zur Firmenaufgabe,
  • bei Internetseiten, die erst seit wenigen Wochen existieren sowie
  • bei Internetseite, auf denen mit Siegeln geworben wird.

Tipp: Wer sich unsicher ist, kann die Shop-URL im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale eingeben. Springt die Ampel dann auf Rot oder Gelb, sollen Verbraucher sich ihre Bestellung gut überlegen, raten die Verbraucherschützer. 

Zudem kann man unter Siegelklarheit.de überprüfen, ob es das auf der jeweiligen Seite angegebene Siegel überhaupt gibt und was es bedeutet.

© dpa-infocom, dpa:260901-930-615733/1


Von dpa
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