Regionale Hilfstransporter fahren monatlich ins Kriegsgebiet | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.03.2026 13:00

Regionale Hilfstransporter fahren monatlich ins Kriegsgebiet

Erwin Mönch (links) und Karl-Heinz Panzer beladen den Hilfstransporter.  (Foto: Nicole Gunkel)
Erwin Mönch (links) und Karl-Heinz Panzer beladen den Hilfstransporter. (Foto: Nicole Gunkel)
Erwin Mönch (links) und Karl-Heinz Panzer beladen den Hilfstransporter. (Foto: Nicole Gunkel)

Eineinhalb Tage sind Ursula Pfäfflin-Nefian und Karl-Heinz Panzer bis nach Lwiw in der Ukraine unterwegs – inklusive Zwischenstopp an der polnischen Grenze. Es ist der 27. Hilfstransport, der gerade aus Gutenstetten gestartet ist.

„Seit November fahren wir jeden Monat”, sagt Ursula Pfäfflin-Nefian. „Dieser Winter war besonders hart. Die Menschen in der Ukraine harren seit Monaten bei eisiger Kälte, oft ohne Heizung, Strom und Wasser aus”, sagt die Gutenstettenerin, die selbst zum 13. Mal am Steuer des Hilfstransporters sitzt. Die Mitglieder des Vereins Freunde der Ukraine 24 fahren abwechselnd nach Lwiw oder zur zweiten Anlaufstelle in Mukatschrewo am Rand der Waldkarpaten, ergänzte Karl-Heinz Panzer. Der Schornweisacher ist bei der jüngsten Tour auch wieder als Fahrer dabei.

Spenden werden sortiert, verpackt und verladen

Am 1. März startete die 27. Tour. Zuvor wurden im Kolbhaus in Gutenstetten die Spenden sortiert und verpackt. Alle Kartons wurden beschriftet. Ursula Pfäfflin-Nefian trug alle Güter fein säuberlich auf einer Liste ein, um den Überblick zu behalten. Generatoren, Inverter und transportable Heizungen wurden in den Lieferwagen geladen. Als Helfer vor Ort packte Erich Mönch aus Burghaslach mit an. Weil es immer noch so kalt ist, war auch wieder Winterkleidung unter den Spenden. In wärmeren Monaten wird der Platz gespart. An Kleidung ist sonst nicht so viel Bedarf, wie an medizinischen Produkten, die noch mindestens zwei Monate haltbar sind, Verbandsmaterial, Betteinlagen für ältere Menschen, Babywindeln und technischen Geräten.

Die Fahrkosten bezahlen die Fahrerinnen und Fahrer der Ukrainefreunde selbst. In Lwiw hat die Gruppe aus Franken Kontaktpersonen und ist gut mit den dortigen Helferkreisen vernetzt. Übernachtet wird bei einer Familie in Lwiw. Die Stadt sei selbst auch von den russischen Angriffen betroffen, so Pfäfflin-Nefian, die auch selbst schon einmal bei einem Drohnenangriff Zuflucht in einem Keller suchen musste. Angst habe sie dennoch keine. Die Autobahn sei auch nicht ungefährlich, sagt sie.

Minus 20 Grad und keine Heizung

Sie bewundere die Menschen in der Ukraine, die bei minus 20 Grad ohne Heizung und zum Teil ohne Strom den russischen Angriffen trotzen und versuchen, ihren Alltag aufrechtzuerhalten. Sie verrichten ihre Arbeit, gehen in die Schule. „Die Menschen wollen keine Unterdrückung mehr”, ist sich Pfäfflin-Nefian sicher. Sie habe bei ihren Besuchen in der Ukraine erlebt, dass Zerstörungen beim nächsten Besuch wieder repariert wurden. Das sei eine Sisyphusarbeit, die man nur bewundern könne. Wenn sie höre, dass wieder Angriffe in Regionen ihrer Kontaktpersonen stattgefunden haben, frage sie immer nach, ob alles gut ist, so Pfäfflin-Nefian. Die Transportfahrten hält der Verein aufrecht, um den Menschen auch weiterhin zu helfen.

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Auch Geld sammelt der Verein, wie zum Beispiel beim Wirtshaussingen. Ein Spendenkonto hat der Verein Freunde der Ukraine 24 e.V. bei der Raiffeisenbank Uehlfeld-Dachsbach, DE77 7606 9404 0000 5035 33.

Wer Spenden abgeben und die Arbeit des Vereins unterstützen will, kann mit den Helfern Kontakt aufnehmen:
- Familie Dechant, Neustadt, 01520/8233855
- Familie Münch, Burghaslach, 0160/95891532
- Familie Panzer, Schornweisach, 0176/47192246
- Familie Questel, Uffenheim, 0171/2874171
- Familie Pfäfflin-Nefian, Gutenstetten, 09161/7761

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