Bei Razzien gegen eine georgisch dominierte Diebes- und Einbrecherbande haben die Ermittlungsbehörden einen mutmaßlichen Anführer festgenommen. Man habe einen sogenannten „Dieb im Gesetz“ festgenommen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart. So würden hochrangige Anführer von Gruppierungen der sogenannten russisch-eurasischen organisierten Kriminalität bezeichnet. Wo der Anführer festgenommen wurde, sagte der Sprecher nicht.
In Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen finden seit den frühen Morgenstunden Razzien gegen die organisierte Kriminalität statt. Den Beschuldigten wird unter anderem Einbruch, Schmuggel und Geldwäsche vorgeworfen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden insgesamt 18 Objekte durchsucht, darunter überwiegend Wohn- und Geschäftsräume. Im Fokus der Ermittler standen zudem Autohöfe, wo die Bande Diebesgut und Gelder gelagert haben soll. Schwerpunkt der Razzien war demnach der Raum Stuttgart.
Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um eine georgisch dominierte Gruppe, die der sogenannten russisch-eurasischen organisierten Kriminalität (REOK) zugerechnet wird. Von REOK ist laut Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) die Rede, wenn organisierte kriminelle Strukturen von Personen aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion dominiert werden. Die REOK sei multikulturell und bestehe in Teilen aus Subkulturen, die bereits seit mehr als 120 Jahren existierten.
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