Razzia wegen Geldwäsche-Verdacht: Polizei durchsucht Wohnhaus in Neustadt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 22.10.2025 17:04, aktualisiert am 22.10.2025 19:40

Razzia wegen Geldwäsche-Verdacht: Polizei durchsucht Wohnhaus in Neustadt

Polizisten haben in einem Neustädter Wohngebiet ein Haus durchsucht. (Symbolbild: Bernd Weißbrod/dpa)
Polizisten haben in einem Neustädter Wohngebiet ein Haus durchsucht. (Symbolbild: Bernd Weißbrod/dpa)
Polizisten haben in einem Neustädter Wohngebiet ein Haus durchsucht. (Symbolbild: Bernd Weißbrod/dpa)

Im Neustädter Wohngebiet Buchberg haben Polizeibeamte im Auftrag des Bundeskriminalamtes ein Wohnhaus durchsucht. In diesem war ein aus Neustadt stammender und früher auch hier ansässiger Geschäftsmann gemeldet, der laut Aussagen von Nachbarn allerdings schon seit Jahren nicht mehr vor Ort gesehen worden war.

Wie die Pressestelle des Bundeskriminalamts auf Anfrage bestätigte, gehe es um den Verdacht der Geldwäsche, sowie um Verstöße gegen das „Zahlungsdiensteaufsichtgesetz”. Demnach soll der Verdächtige über eine von ihm gegründete digitale Bank auf der ganzen Welt Zahlungsdienste angeboten haben, ohne dafür die notwendigen Lizenzen zu besitzen. In diesem Rahmen sollen dann auch Geldwäsche-Transaktionen vorgenommen worden sein.

Branchenkenner hatten Zweifel

Darüber hinaus jedoch gab das BKA keine Auskunft und verwies auf die Staatsanwaltschaft Frankfurt, bei deren Pressestelle bis Redaktionsschluss allerdings niemand mehr erreichbar war. Somit blieb vorerst unklar, ob – wie von anderen Medien gemeldet – auch weitere Anwesen des Verdächtigen in Berlin und anderen europäischen Städten durchsucht wurden.

Nach Informationen der FLZ war der Verdächtige in der Vergangenheit vor allem als Gründer der Digitalbank WB21 aufgefallen. Diese, gegründet im Dezember 2015, soll Mitte des Jahres 2016 bereits einen Wert von 2,2 Milliarden Dollar besessen haben, wobei dies jedoch von Branchenkennern seinerzeit massiv angezweifelt worden war. Zudem soll der heute 50-Jährige nach eigener Aussage von 2003 bis 2008 als Gründer und Geschäftsführer der „Apax Group” fungiert haben – einem international tätigen Anbieter von Zahlungsleitungen. In einem Artikel der Süddeutschen Zeitung aus dem Jahr 2016 wird allerdings die Unternehmensgeschichte und auch der Verkauf von Apax an eine malaysische Bank (für 480 Millionen Dollar) massiv angezweifelt – über diesen Handel finde sich in den Geschäftsunterlagen der besagten Bank kein einziges Wort.

Wie konkret die nun vorhandenen Verdachtsmomente gegen den 50-Jährigen sind und wonach das BKA in seinem Neustädter Haus am Mittwoch gesucht hat, ist bislang noch nicht bekannt.

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Patrick Lauer
Patrick Lauer
Redakteur
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