In der Nacht auf Samstag fiel die Notrufnummer ab etwa 23.30 bis 2 Uhr aus. Die Warn-App Nina zum Beispiel hatte den Ausfall der Notrufnummer 112 gemeldet. Woran hat's gelegen?
Die Fragen konnten auch am Sonntag noch nicht restlos beantwortet werden. „Wir waren nicht schuld”, hieß es aus der Integrierten Leitstelle Ansbach. Der Fehler habe bei der Telekom gelegen.
Der Rechtsreferent Udo Kleinlein der Stadt Ansbach konnte aber einige Neuigkeiten mitteilen: Nach seinen Angaben versuchte die Telekom den Fehler noch in der Nacht zu finden. Ein Mitarbeiter der Stadt habe noch etwa bis 4 Uhr früh zusammen mit Firmenvertretern nach einer Lösung gesucht. Dann habe die Telekom mitgeteilt, dass der Schaden erst am Montag behoben werden kann.
Das ist inzwischen erfolgt, wie aus einer Pressemitteilung der Stadt Ansbach am Montagnachmittag hervorgeht. „Die Telekom teilte mit, dass derzeit die Fehleranalyse noch läuft”, heißt es weiter.
Zwischenzeitlich sei die ILS Schwabach eingesprungen, um den Ausfall in Ansbach zu kompensieren. Bis zu drei Mitarbeitende aus Ansbach unterstützten demnach am Wochenende die Nachbarleitstelle. Dass Schwabach in einem solchen Fall die Vertretung übernimmt, sei der bereits zuvor für ebensolche Fälle festgelegte Weg, betonte Kleinlein.
Als Teil der kritischen Infrastruktur seien umfassende Sicherheitsmaßnahmen für die ILS vorgesehen. Sie kann beispielsweise tagelang weiter operieren, wenn der Strom ausfällt, hieß es bereits bei der Einweihung der neuen ILS in Ansbach-Brodswinden Mitte November 2025. Der Neubau mit einem Investitionsvolumen von 33 Millionen Euro versorgt ein Gebiet mit rund 340.000 Menschen.